Der Schweizer Galerist, Kunst­schriftsteller und Dichter Max Eichenberger (21.3.190219.1.1961) (Abb. 1, 2) trug entscheidend dazu bei, dass das künstlerische Werk von Klee im Kreise der Pariser Surrealisten Verbreitung fand.1 Geboren in Beinwil am See (Aargau, Schweiz) als Sohn des Zigarrenherstellers Arthur Eichenberger, der es zu Wohlstand gebracht hatte, besuchte Max Eichenberger die Kantonsschule und anschliessend das Gymnasium in Aarau.2 Nach dem Tod seines Vaters, ausgestattet mit einer ansehnlichen Erbschaft und dem Maturazeugnis im Gepäck, fuhr er 1923 mit dem Motorrad und seiner Freundin und zukünftigen Frau auf dem Sozius nach Paris, um dort an der Universität Sorbonne Kunstgeschichte und Literatur zu studieren und sich unter dem Pseudonym »Max Berger« dem kulturellen Leben von Paris zu widmen.3 Im Sommer 1924 kreisten erste Gedanken um die Eröffnung einer eigenen Galerie, die er mit seinem Freund Guillaume Dalbert (i. e. Albert Daber) im Künstlerviertel Montparnasse unter dem Namen »La Tour Eiffel« oder gekürzt »T. E.« für junge und ausländische Künstler führen wollte, sowie um die Herausgabe einer eigenen Galerien-Zeitschrift in den zwei Sprachen »Französisch« und »Deutsch«. (Abb. 3). Ende 1924 realisierten Berger und Daber mit der Eröffnung der kleinen Galerie »Vavin-Raspail« (28, Rue Vavin / 137, Boul. Raspail) im Montparnasse ihr Vorhaben. Ihre erste Ausstellung »La Section dOr, 1912-1925« (12. – 31. Januar 1924) war eine Reprise der gleichnamigen Ausstellung in der Galerie La Boétie von 1912, die Eichenberger und Daber um aktuelle Arbeiten der Mitglieder einer kubistischen Ausstellungsgemeinschaft der sogenannten kubistischen Puteaux-Gruppe erweiterten (Abb. 4).4 Zu sehen waren die Werke von Alexander Archipenko, Honoré Auclair, Raymond Duchamp-Villon, Albert Gleizes, Juan Gris, Roger de la Fresnaye, Marie Laurencin, Fernand Léger, André Lhote, Louis Marcoussis, Luc-Albert Moreau, Jean Metzinger, Georges Ribemont-Dessaignes, Félix Tobeen, Henry Valensi und Jacques Villon. Die drei Künstler, Georges Braque, Pablo Picasso und Robert Delaunay, die nicht an der Ausstellung von 1912 teilgenommen hatten, wurden in die neue Gruppenschau integriert. Im Katalog der Ausstellung (Abb. 5) schrieb Guillaume Dalbert (Albert Daber) das Vorwort.

  1. Erster Fussnotentext.
  2. Das ist der Zweite.
  3. Und hier der Dritte