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Vorwort 

Die für diese Nummer ausgewählten Beiträge nehmen zum Teil Bezug auf aktuelle Klee-Ausstellungen oder geben neue Einblicke in bisher weniger bekannte Aspekte von Klees Leben.

In seinem Essay geht Otto Karl Werckmeister auf die zweifache Karriere von Paul Klee als Bauhausmeister und als freier Künstler ein, die momentan auch Thema der Ausstellung Konstruktion des Geheimnisses in der Pinakothek der Moderne ist. Der Autor zeigt anhand des programmatischen Werkes Grenzen des Verstandes von 1927, wie sich Klee in die damalige Debatte über eine technologische Ausrichtung der modernen Kunst einlässt und Position bezieht.
Bisher noch unbekannte Einblicke in das Familienleben der Klees gewährt der Beitrag von Seraina Graf über Karla Grosch, Tänzerin, Gymnastiklehrerin und »Adoptivtochter« von Lily und Paul Klee.
Anlässlich der Sammlungsausstellung Klee im Krieg im Zentrum Paul Klee publizieren wir Anne-Sophie Petit-Emptaz‘ Essay über Klees »Soldaten-Dasein« während des Ersten Weltkriegs und seine ironische, kritisch-distanzierte Haltung gegenüber der Kriegspolitik Deutschlands. In seinem künstlerisch-visuellen Beitrag befasst sich Joachim Jung mit der Münchner Wohnung von Paul Klee. Das Licht- und Schattenspiel seiner Schwarz-Aquarelle vermitteln eine eindrückliche Vorstellung der rekonstruierten Räume von Paul Klees Wohnung in der Ainmillerstrasse 32.
Mit Jenny Angers Untersuchung zur Rezeption von Klees Kunst in Japan,  die der Frage nachgeht, weshalb viele Japaner in Klees Kunst ihre eigene Ästhetik wiedererkennen, wird ein weiterer Aspekt der weltweiten Klee-Rezeption thematisiert.
Als Fortsetzung eines bereits publizierten Aufsatzes in der »Zwitscher-Maschine« ist der Aufsatz von Bernhard Marx über den literarischen Topos der ›verkehrten Welt‹ in Klees Bild Unfall (1939, 1178) zu betrachten. In einem Folgeartikel über den Projektionsapparat von Paul Klee berichtet Walther Fuchs von einem kürzlich erfolgreich durchgeführten Funktionstest dieses Geräts. Im zweiten »Klee-Tweet« verorten und datieren Walther Fuchs und Osamu Okuda zwei wenig bekannte Fotografien von Paul Klee, die diesen vor seinem Meisterhaus in Dessau zeigen.

Die Beiträge werden ab dieser Nummer, wie bei wissenschaftlichen Journals üblich, aus-schliesslich als PDF-Artikel veröffentlicht. Diese sind auf dem Dokumentenserver Zenodo des CERN (Repository) langfristig hinterlegt und mit einer eindeutigen digitalen Identifikationsnummer (DOI) versehen.

Unterstützen Sie die »Zwitscher-Maschine«. Werden Sie Gönner oder Gönnerin! Informationen dazu sind unter diesem Link verfügbar. Übrigens hat Paul Klee bereits Crowdfunding betrieben, zur Finanzierung seiner Ägypten-Reise.

Call for papers: Die Herausgeber laden AutorInnen ein, Vorschläge für Artikel einzureichen. Diese haben eine Länge von 8 bis 10 A4-Seiten.

Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge. Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser, wünschen wir nun neue Anregungen und eine interessante Lektüre.

Die Herausgeber


Editorial

The contributions selected for this issue partly refer to current Klee exhibitions or provide new insights into less known aspects of Klee’s life.

In his essay, Otto Karl Werckmeister discusses Paul Klee’s twofold career as Bauhaus master and as a freelance artist, which is currently also the subject of the exhibition Construction of Mystery in the Pinakothek der Moderne in Munich. By means of the programmatic work Limits of Reason from 1927, the author shows how Klee enters into the debate on the technological orientation of modern art and relates it to his position. The article by Seraina Graf on Karla Grosch, dancer, gymnastics teacher and »adopted daughter« of Lily and Paul Klee provides previously unknown insights into Klee’s family life. On the occasion of the exhibition Klee in Wartime at the Zentrum Paul Klee we publish Anne-Sophie Petit-Emptaz’s essay on Klee’s »Soldier Life« during the First World War and his ironic, critically distanced attitude towards German war policy. In his artistic-visual contribution Joachim Jung is concerned with the Munich apartment of Paul Klee. The play of light and shadow in his black watercolours gives a good impression of the reconstructed rooms of Paul Klee’s apartment at Ainmillerstrasse 32. Jenny Anger’s essay article on the reception of Klee’s art in Japan, investigates why many Japanese recognize their own aesthetics in Klee’s art, is another aspect of the worldwide reception of Klee. The essay by Bernhard Marx on the literary topos »inverted world« in Klee’s work Unfall (1939, 1178) is to be regarded as a continuation of an essay already published in the »Zwitscher-Maschine«. In a follow-up article on Paul Klee’s projection apparatus, Walther Fuchs reports on a functional test of this device which was recently carried out successfully. The second »Klee-Tweet« by Fuchs and Okuda, reviews two photos showing Klee in front of his Masters’ House in Dessau.

As usual for scientific journals, the contributions will be published exclusively as PDF articles from this issue onwards. These are stored on the document server Zenodo of CERN (Repository) on a long-term basis and provided with a unique digital identification number (DOI).

Support the »Twittering Machine«. Become a patron! More information is available at this link. By the way, Paul Klee has already done crowdfunding to finance his trip to Egypt.

Call for papers: The editors invite authors to submit proposals for articles. These have a length of 8 to 10 A4 pages.

We are looking forward to your suggestions. We wish you, dear readers, new ideas and interesting reading.

The editors