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L'usignolo e la rosa (Danilo Bianchi)

Danilo Bianchi

L'usignolo e la rosa

ISBN: 9788899480035

Disponibilità: Disponibile

€ 9,50

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Dettagli

Nel suo insieme il Divano occidentale-orientale è naturalmente molto di più di una raccolta di sole poesie amorose. Attraverso la complessità dei registri linguistici, la varietà dei toni, che possono passare dall’ironico al sentenzioso, e la presenza di alcuni argomenti legati alla storia o alla politica, Goethe riesce ad entrare empaticamente in sintonia con lo spirito del Canzoniere di Hâfez. [...] Dovettero trascorrere quasi esattamente cento anni dal viaggio letterario di Goethe in Oriente e dalla pubblicazione del suo Divan, prima che la “natura morta poetica” del motivo dell’usignolo e della rosa si materializzasse in una moderna immagine pittorica.


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Using Zotero for academic writing (Zwitscher-Maschine)

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Created for students in my UF class. I use Zotero to cite, to manage PDFs, and in general to share scholarly ideas. I use the standalone version with browser plugins and Word plugin. This is not a how-to, but more a chance to understand the basics of what can be done and how I personally use it.

Wenn Sie das kostenlose Literaturverwaltungsprogamm Zotero benutzen, dann steht Ihnen ein eigener Zwitscher-Maschine-Zotero-Style zum downloaden zur Verfügung (Zotero Style Repository). 

Tutorial

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Kunstwissenschaftliches internationales Netzwerk 'H-ArtHist'

arthist e.V.

Der Verein arthist e. V. unterstützt die Weiterentwicklung und Verknüpfung kunstwissenschaftlicher Netzwerke und Institutionen und fördert damit allgemeine wissenschaftliche und kulturelle Kommunikationsstrukturen. Der Verein arthist e. V.  betreut hierzu das internationale und mehrsprachige Netzwerk "h-arthist.net", in welchem bereits über 15.000 Vertreterinnen und Vertreter der Kunst- und Kulturwissenschaften sowie der Kunst und Kultur aus aller Welt über eine elektronische Mailing-Liste miteinander kommunizieren und ihre Beiträge in einem kostenlos und uneingeschränkt zugänglichen Internet-Forum publizieren.

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Robert Walser: 100 Jahre Spaziergang

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Robert Walser: 100 Jahre Spaziergang

Spaziergangstagung

»Spazieren muß ich unbedingt«. Robert Walser und die Kultur des Gehens

Internationale Tagung an der Pädagogischen Hochschule Bern und im Zentrum Paul Klee, 18. bis 21. Mai 2017

Zum Programmheft als PDF

Zur Auswahlbibliografie als PDF

Hundert Jahre Spaziergang

Robert Walsers Erzählung »Der Spaziergang« ist 1917 erstmals erschienen und zählt heute zu seinen wichtigsten Werken, wird weltweit gelesen und diskutiert – für uns Anlass, Gäste von nah und fern nach Bern zu bitten. Von Walser ausgehend, öffnet sich die Tagung auf ein thematisch breites und interdisziplinäres Umfeld hin.

Zur Sprache kommen die Geschichte der Kulturtechnik des Spazierens, der Spaziergang als Erzählmodell, die Naturwahrnehmung des romantischen Wanderers, die zerstreute Aufmerksamkeit des Spaziergängers, der Ausstellungsbummel, das Spazieren als Therapie, der städtische Flaneur, die Darstellungen des Spazierens in den bildenden Künsten oder das Gehen als Performance.

Die Tagung richtet sich an Walser-Leserinnen und Walser-Leser, an Spaziergangslustige und an alle andern, welche die Kultur des Gehens entdecken wollen. Wir freuen uns, Sie im Berner Schöngrün begrüßen zu dürfen!

Referierende und Beitragende

Donnerstag, 18. Mai 2017: Stefan Neuner (Universität Basel), Markus Ritter (Lucius und Annemarie Burckhardt Stiftung), Reto Sorg (Robert Walser-Zentrum/Universität Lausanne).

Freitag, 19. Mai 2017: Luisa Banki (Universität Wuppertal), Susan Bernofsky (Columbia University), Marie-Anne Lerjen (Agentur für Gehkultur, Zürich), Bernhard Malkmus (Ohio State University), Chus Martinez (Fachhochschule Nordwestschweiz), Damion Searls (Publizist und Übersetzer, Brooklyn), Rochelle Tobias (Johns Hopkins University), Nicholas Rennie (Rutgers University), Peter Utz (Universität Lausanne), Enrique Vila-Matas (Barcelona).  

Samstag, 20. Mai 2017: Samuel Frederick (Penn State University), Anne Fuchs (University of Warwick), Lucas Marco Gisi (Robert Walser-Zentrum/Universität Basel), Marie Kakinuma (Zentrum Paul Klee/Universität Zürich), Andreas Langenbacher (Publizist, Bern), Annie Pfeifer (Rutgers University/Universität Bern), Hans-Georg von Arburg (Universität Lausanne).

Sonntag, 21. Mai 2017: Benedikt Loderer (Stadtwanderer, Biel).

Kosten und Anmeldung

Die Tagung ist mit einem Museumseintritt zugänglich (Tageskasse); Studierende: gratis. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Informationen für Lehrpersonen

Impressum

Programm: Annie Pfeifer, Reto Sorg.

Veranstalter: Robert Walser-Zentrum, in Zusammenarbeit mit dem Germanistischen Institut der Universität Bern, der Pädagogischen Hochschule Bern, der Section d'allemand der Universität Lausanne und dem Zentrum Paul Klee.

Organisationskomitee: Maria-Teresa Cano (ZPK), Rolf Gschwend (PHBern), Caroline Komor (ZPK), Melanie Leonhardt (PHBern), Annie Pfeifer (Uni Bern), Reto Sorg (RWZ/Uni Lausanne).

Trägerschaft: Robert Walser-Zentrum, Germanistisches Institut der Universität Bern, Institut für Weiterbildung und Medienbildung der Pädagogischen Hochschule Bern, Konferenz der Schulleitungen der Gymnasien des Kantons Bern, LibRomania, Section d'allemand der Universität Lausanne, Ursula Streit, Ursula Wirz-Stiftung, Zentrum Paul Klee.

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Zotero Literaturverwaltungsprogramm (frei und open source)

Was ist Zotero?

Frei und open-source Firefox-, Safari- und Chrome-Plug-in zum automatischen Erzeugen von Bibliografie-Einträgen aus Amazon- und zahlreichen Bibliothekskatalogen sowie zum Speichern von PDF-Dokumenten, Dateien und Webseiten; exportiert unter anderem BibTeX, RIS, HTML oder XML (RDF, MODS); arbeitet mit OpenOffice und Microsoft Word sowie mit WordPress und anderen Blogging-Programmen zusammen; auch als Stand-Alone-Version erhältlich. Mit Citation-Style der Zeitschrift die "Zwitscher-Maschine. Journal on Paul Klee". 

Zotero [zoh-TAIR-oh] is a free, easy-to-use tool to help you collect, organize, cite, and share your research sources.
— www.zotero.org

How to add a new citation style (Zwitscher-Maschine) to Zotero

Tutorial

In diesem Tutorial können Sie lernen, wie Sie die Literaturverwaltungs-Software Zotero für Ihre wissenschaftlichen Arbeiten nutzen können.

How to import your EndNote library into Zotero

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Joachim Jung - "Paul Klee in Schleissheim" (Ausstellung)


"Kunstflug"

Tausend Punkte treffen sich –  Der Maler Paul Klee
 
15.Dezember 2016 -  30.März 2017

Die Flugwerft Schleißheim, wo Paul Klee vor genau 100 Jahren seinen Kriegsdienst als Weltkriegssoldat leistete, lädt in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Tourismusverein “Tourismus Schleißheim e.V.“ und den beiden örtlichen Schulen Familien und Kinder an diesen Originalschauplatz ein.  

Die interaktive Kunstausstellung, mit über 125 Kunstdrucken und einer Foto-Galerie seiner Lebensstationen, macht dasLebenswerk dieses bedeutenden Künstlers des 20.Jahrhunderts mit allen Sinnen erfahrbar. Hier kann man Klee erleben, Kleeerforschen und mit Klee kreativ sein. 

Den jungen Besuchern stehen in der sogenannten „Spielstraße“ Aktionstische zur freien Verfügung. An diesen können sich die Kinder mit Formen und Farben spielerisch und kreativ beschäftigen. Die Ausstellung ist eine Kooperation des MACHmit Museum für Kinder gGmbH, Berlinund dem CREAVIVA- Kindermuseum im Berner Zentrum Paul Klee.

Workshops zur Sonderausstellung „Kunstflug“

In speziellen Workshops können sich „junge Künstler“ aufihren eigenen „Kunstflug“ begeben. 
Für Schulklassen und Kindergruppen ab mind. 7 Kindern. Die Workshops sind kostenpflichtig. Der Eintritt in die Flugwerft wird gesondert erhoben. 
Weitere Informationen zu den Workshops unter www.tourismus-schleissheim.de oder schulet-schleissheim

Anmeldung erforderlich unter schulet-schleissheim.de 

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Update ZM2: Klee in Landshut / Max Eichenberger

Paul Klee in der Korporalschaft der Landsturm-Kompanie Landshut 1916, Ausschnitt, Fotograf: unbekannt, Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Familie Klee ©Zentrum Paul Klee, Bern, Bildarchiv

Paul Klee in der Korporalschaft der Landsturm-Kompanie Landshut 1916, Ausschnitt, Fotograf: unbekannt, Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Familie Klee
©Zentrum Paul Klee, Bern, Bildarchiv

PAUL KLEE IN LANDSHUT 1916
Joachim Jung

In seinem Beitrag befasst sich der Münchner Klee-Kenner und Künstler Joachim Jung mit Paul Klees Militärdienstzeit im Ersten Weltkrieg. Dieser in der Klee-Forschung bisher noch wenig beachtete Lebensabschnitt des Künstlers jährt sich in diesem Jahr zum 100-mal. Jung nähert sich dem Thema aus bildkünstlerischer Perspektive und gewährt somit einen neuen Einblick in Klees Werke während der Kriegsdienstzeit. 


Max Eichenberger, um 1930, Fotograf: unbekannt © Eva Patthey (-Mitscherlich), Burgdorf

Max Eichenberger, um 1930, Fotograf: unbekannt
© Eva Patthey (-Mitscherlich), Burgdorf

MAX EICHENBERGER. JOURNALIST, AUTOR UND KUNSTHÄNDLER
Walther Fuchs u. Osamu Okuda

Max Eichenberger trug entscheidend dazu bei, das künstlerische Werk von Paul Klee in Frankreich zu verbreiten. In Erweiterung des Ausstellungskatalogs “Paul Klee und die Surrealisten” des Zentrum Paul Klee (18/11/16—12/03/1) publizieren wir neues Quellenmaterial des heute in Vergessenheit geratenen Schweizer Galeristen, Kunstschriftstellers und Dichters. 


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Where do I stand? What do I want? Sommerakademie im Zentrum Paul Klee (2016)

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Where do I stand? What do I want? Sommerakademie im Zentrum Paul Klee (2016)

Quelle: Kunsthalle Bremen, Alexander Bikbov Thomas Hirschhorn bei "Flamme éternelle", Palais de Tokyo, Paris, 2014

Quelle: Kunsthalle Bremen, Alexander Bikbov
Thomas Hirschhorn bei "Flamme éternelle", Palais de Tokyo, Paris, 2014

Sommerakademie im Zentrum Paul Klee 12. - 20. August 2016
mit Gastkurator Thomas Hirschhorn

Anlässlich der Sommerakademie im Zentrum Paul Klee, für die Paul Klees Tätigkeit als Lehrer am Bauhaus die Grundlage bildet,  kommen dieses Jahr im August zwölf junge internationale Kunstschaffende mit Gastkurator Thomas Hirschhorn und Speakers zusammen. Hirschhorn wird während seiner Akademie die für Kunstschaffende wichtigsten, grundsätzlichen Fragen stellen: "Wo stehe ich? Was will ich?". Es geht darum einen Plan zu haben, eine Position zu beziehen und dieser Position eine Form zu geben.



An der Eröffnungsfeier im Zentrum Paul Klee am 12. August 2016 um 17.00h wird Thomas Hirschhorn ins Akademiethema einführen und die 12 diesjährigen internationalen Fellows werden sich vorstellen. 

Vom 12. - 20. August 2016 finden täglich (ausser 18. August 2016) zwischen 10.00 – 20.00h Präsentationen und Diskussionen der internationalen Fellows und Speakers in der Kunsthalle Bern statt. Zudem werden sechs Persönlichkeiten von Berner Kunstinstitutionen zu inhaltsspezifischen Aspekten an verschiedenen lokalen Kulturorten sprechen.

Das gesamte Akademieprogramm ist dieses Jahr ÖFFENTLICH UND GRATIS. Alle sind herzlich eingeladen teilzunehmen!  Die Sprache ist Englisch

Die folgenden Referierenden wurden von Thomas Hirschhorn eingeladen: 

Tania Bruguera, Künstlerin, Havanna, New York / Yasmil Raymond, Kuratorin, MoMa New York / Marcus Steinweg, Philosoph, Dozent Hochschule für Bildende Künste Hamburg und Berlin / Dr. Michael Baumgartner, Direktor Sammlung und Kunst, Zentrum Paul Klee / Dr. Kathleen Bühler, Kuratorin, Kunstmuseum Bern / Valérie Knoll, Direktorin, Kunsthalle Bern / Hans Rudolf Reust, Professor für Gestaltung und Kunst, Hochschule der Künste Bern HKB / Dr. Reto Sorg, Direktor, Robert Walser-Zentrum / Hilar Stadler, Leiter Adolf Wölfli-Stiftung.

Nähere Informationen zur Sommerakademie und den diversen Programmpunkten finden Sie auf www.sommerakademie.zpk.org
 

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Urs Plangg «Iconoclasme(s)» «Bilderstürme»

Urs Plangg, «Iconoclasme(s)» Ausstellung an zwei Orten: dAM&Atelier Anne Blum, Romainmôtier

Urs Plangg, « Croix en boîte», 1993, bois et toile militaire, ca. 30 x 155 x 159 cm

Der in Burgdorf bei Bern arbeitende Künstler Urs Plangg (*1933 Winterthur) ist ein Einzelgänger. Er lebte lange auf der griechischen Insel Santorin wie ein Eremit und wurde in seiner Kunst – Objekte, Installationen, Zeichnungen, Malereien, Poesie - von der antiken Philosophie und von orientalischer Weisheit geleitet. Er schöpft aus der Gegenwartskultur: Dadaismus, Surrealismus, Abstraktion, arte povera, Konzeptkunst. Diese Vielfalt ist die Signatur eines Suchenden, dessen Werk sich formt als „Kunstübung“ (Plangg) in einer Art existentieller Askese und Vertiefung - und dies nicht ohne Humor. Quer durch seine Kunstpraxis gelangt Urs Plangg zu einer essentiellen Erfahrung der Gleichzeitigkeit von Sein und Nichts. Diese Simultanität zeigt sich zum Beispiel im Bild >YESNO<  (das >IstistNicht< Simultan), ausgestellt im dAM.

 

Die Ausstellung >Iconoclasme(s)/Bilderstürme< zeigt an zwei Orten in Romainmôtier zwei charakteristische Werkgruppen. Im dAM drei Installationen aus abgenutzten Gegenständen: >blinder Spiegel / fehlendes Bild< , >bewegliches Kreuz von Holzschachteln<, >Sägespuren< sowie das zur Wand gekehrte Bild >Ikarus< hinter einem flachem Plexiglaskasten mit eingeschobenem zerknülltem Packpapier.

Im Atelier von Anne Blum werden unter anderem drei großformatige Bilder (Kosmogramme) mit ihren Vorstudien gezeigt: >Sechs Bogenspannen gekoppelt<, >Symmetria: Sieben Bogenspannen, eine Gerade verbunden und gespiegelt<, >Spirale<. Zu sehen ist die Vitrine mit Objekten >Parfum égyptien<, ferner eine größere Zeichnung >Krishnamurtis last walk<, erweitert durch Entwürfe in weißer Schachtel in einer Vitrine. (AdA)

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france culture « Angelus novus »* (1920) de Paul Klee (1879-1940)

Paul Klee, Swiss, 1879–1940. Angelus Novus, 1920 India ink, color chalks, and brown wash on paper, 32.2 x 24.2 cm Gift of Fania and Gershom Scholem, Jerusalem, John Herring, Marlene and Paul Herring, Jo-Carole and Ronald Lauder, New York; Collection The Israel Museum, Jerusalem B87.0994. Photo © The Israel Museum, Jerusalem, by Elie Posner

 
 

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Visite guidée de l'exposition Paul Klee, l'ironie à l’œuvre (Video)

Men's UP

Artiste inclassable proche de Kandinsky et influencé par le cubisme de Delaunay et Picasso, Paul Klee s’est amusé avec les codes de la peinture non sans une certaine ironie. Le Centre Pompidou, à travers la rétrospective très riche, Paul Klee, L’ironie à l’œuvre, nous plonge dans l’œuvre hétéroclite de cette figure singulière de la modernité qui a débuté en réalisant des dessins satiriques.

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In Klees Küche (SZ)

Leicht wirken die Schwarzaquarelle, die in einem Licht- und Schattenspiel die Räume von Pauls Klees Wohnung in der Ainmillerstraße rekonstruieren. 

(Foto:Catherina Hess)

Süddeutsche Zeitung, 19. Februar 2016

Der Maler Joachim Jung beschäftigt sich in seinem Werk akribisch und phantasievoll mit dem Leben und Schaffen von Künstlern. Dabei ist ihm keine Mühe zu groß und kein Umweg zu weit. Das Münchner Künstlerhaus vermittelt nun einen Eindruck davon

Von Sabine Reithmaier

Joachim Jung schätzt Abschweifungen. Erzählt von seinen Wanderungen und Ortserkundungen, oft auf verwinkelten Pfaden, schwärmt von Rhythmus, Leitmotiven, Wiederholungen in Landschaften und Literatur. Logisch, dass es ihm leichtfällt, Jean Pauls Romane zu lesen. Aber das Fragmentarische, das wie zufällig, fast improvisiert wirkende Beschreiben von Assoziationen ist künstlerisches Konzept: Alles, was Jung zeichnet, aquarelliert, malt oder sonst wie bearbeitet, ist quasi zwangsläufig miteinander verbunden, ist perfekt ausbalanciert: das 360 Grad-Panoramabild des Arbeitszimmers von Hermann Lenz und die "Landschaft mit Wanderer", in der ein einzelner Caspar-David-Friedrich-Mensch unter einem großen Himmel auf den Horizont starrt. Die Walden-Hütte des Philosophen Henry David Thoreau und Jean Pauls Pfarrhaus in Joditz. Oder leere Zimmerfluchten und Paul Klees Küche.

Die anmutig poetischen Schwarzaquarelle mit den leeren Räumen sind die jüngsten Arbeiten Joachim Jungs, die in einer Ausstellung im Künstlerhaus zu sehen sind. Sie stellen das vorläufige Endergebnis einer mehr als 30-jährigen Auseinandersetzung mit Paul Klee dar. Ihm hat der 1951 geborene Jung besonders akribisch nachgespürt, Erinnerungsfetzen zusammengetragen, sie phantasievoll mit eigenen Ideen verknüpft. Nie geht es um Illustration, sondern um Annäherung, Einverleibung, Umwandlung, eine hintergründige, geistreiche Mischung aus Dokumentarischem und selbst Erdachtem. Auf diese Weise ist ein vielschichtiges Werk entstanden, von dem im Kabinett des Künstlerhauses aus Platzgründen nur ein kleiner Ausschnitt zu sehen ist.

Ausgelöst wurde das Klee-Projekt durch Gisela Macke, die eines Tages ihren Speicher in Bonn aufräumte und das Fotoalbum der legendären Tunis-Reise ihres Schwiegervaters mit Paul Klee und Louis Moilliet im April 1914 fand. Die historischen Fotos, 1984 im Westfälischen Landesmuseum ausgestellt, faszinierten Jung. Eine Sternstunde der Kunst, abgebildet auf touristischen Schnappschüssen: August Macke auf einem Esel oder mit den anderen unter einer Steineiche sitzend. Der erste Zyklus, den Jung schuf, konzentrierte sich auf den Kontrast zwischen der heiteren Künstlerreise und dem sinnlosen Tod Mackes kurz nach der Rückkehr.

Auf der Suche nach einem Projekt für ein Graduiertenstipendium an der Kunstakademie München schlug ihm Wieland Schmidt 1986 vor, darzustellen, wie Klee eigentlich von München nach Kairouan gelangt sei. Die drei Reisen, die Jung daraufhin unternahm, verarbeitete er in mehreren Bildfolgen. Nur eines, das großformatige "München - Kairouan" (1989) ist in der Ausstellung vertreten. Allein durch seine seltsame Form verweist das "Zettelbild" (Jung), ein farbintensives, aus Einzelbildern komponiertes Tableau bereits auf seine nächste Fährte: Es bildet die Brandmauer nach, die Jung vorfand, als er Paul Klees Leben in München nachspürte. Im zweiten Stock des Hauses in der Ainmillerstraße 32 wohnte der Maler mit seiner Familie von 1906 bis 1921. Inzwischen ist dieses letzte Überbleibsel des kriegszerstörten Gebäudes auch wieder hinter einem Neubau verschwunden.

Jung erforschte nicht nur im Stadtarchiv die Baupläne, er traf sich auch mit Sohn Felix Klee, erfuhr vieles über die Wohnverhältnisse. Mutter Lily, die Familienernährerin, gab im Klavierzimmer Musikunterricht, Vater Paul kochte und malte in der Küche mit Blick auf ein rotbraunes Haus im Hinterhof. Wenn Felix sein Kasperltheater aufbauen wollte, hängte der Vater die Tür zwischen Wohn- und Schlafzimmer aus. All das hat Jung in mehreren Zyklen eingefangen, die nicht nur durch ihre farbigen Klänge bezaubern, sondern auch durch die Genauigkeit des Erforschten.

Vor drei Jahren, als er wegen eines Vortrags die Gespräche mit Felix Klee wieder abhörte, fiel ihm auf, dass dieser die Wohnung immer als "unsere dunkle Mietskaserne" bezeichnet hatte. Jung begann, Modelle von der Wohnung zu bauen, erst eins aus Pappe, das zweite aus Japanpapier - "etwas, was man wegblasen kann, passt besser zu Klee". Maßstabsgetreu rekonstruierte er die Zimmer, den dunklen Gang, den Blick ins Treppenhaus, die Küche mit dem klaren Nordlicht und dem Balkon, auf dem Gabriele Münter 1911 erst Franz Marc und Wassily Kandinsky und dann die ganze Blaue Reiter-Mannschaft fotografierte.

Oder das düstere, schlauchförmige Musikzimmer. Nur mit Wasser, Papier, Elfenbeinschwarz und etwas Blau hat er die Räume festgehalten, anfangs eher noch dokumentarisch, dann immer freier. Inzwischen hat er 45Schwarzaquarelle gemalt, 24 hängen in der Ausstellung, bezaubern durch ihr Licht- und Schattenspiel. Und sie greifen natürlich auch ein Thema und eine Technik Klees auf, der 1908 mit Hilfe von Schwarzaquarellen begann, ganz methodisch Lichtwirkungen zu untersuchen. Nicht anzunehmen, dass Jung nach diesen Bildern das Klee-Projekt abschließt, auch wenn er noch ein wenig unschlüssig wirkt. Aber er spürt bereits den Nachmietern der Wohnung nach, hat bereits ein Foto erhalten, auf dem eine unbekannte Frau aus Lily Klees Musikzimmer blickt.

Vielleicht ist noch eine Unterscheidung wichtig: Die zwischen Projekten, mit denen er sich selbst beauftragt - Klee, Jean Paul, Lenz, Thoreau - und jenen, mit denen er beauftragt wird, den Gedenktafeln für die Familie Thomas Manns zum Beispiel. Die er dann natürlich genauso akribisch, aber vielleicht mit etwas weniger Umwegen erforscht. Oder die acht Präsidenten des Künstlerhauses, die er in einer Farbskala von Rotorange über Grün bis zu einem bläulichen Violett erstrahlen lässt. Die Farbauswahl hängt mit der Fraunhofertreppe zusammen, die Joachim Jung 1998 für die Stadthalle Straubing gestaltete. Damals setzte er sich mit Joseph von Fraunhofers optischen Forschungen auseinander, analysierte die Lichtbrechung und die damit einhergehende Veränderung der Farben und entwickelte so eine für ihn bis heute gültige Skala. Alles hängt eben mit allem zusammen.

Der Vortrag über seine Münchner Projekte, den er am Montag hält, dauert übrigens 50 Minuten. Sagt Jung. Jedenfalls wenn er geradeaus geht. Keine Ahnung, ob er die Abschweifungen mitgerechnet hat.

Joachim Jung: Aquarelle, Gemälde, ZeichnungenMünchner Künstlerhaus, Kunstkabinett, Lenbachplatz 8, bis 26. Februar Vortrag, Montag, 22.Februar, 19Uhr, Eintritt frei, Anmeldung erforderlich, ☎ 089/89 99 93 20

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Klee App

Als er jung war, wollte Klee dem «sanften Trug des Berner Milieus» unbedingt entrinnen. Von den Nationalsozialisten verfolgt, musste er jedoch 1933 seine Wahlheimat verlassen und zurück in die Schweiz, nach Bern, flüchten. Dieser «Wiederantritt auf altgewohntem Boden» war zwar ein Schock für Klee, vor allem aber seine Erkrankung setzte ihm zu.
— Walther Fuchs u. Osamu Okuda, Herausgeber der Paul Klee App

Besuchen Sie die Orte, wo die Werke von Paul Klee entstanden sind. Verfolgen Sie die Bilder, zurück an ihre Entstehungsorte und sehen Sie, wo seine Familie und Freunde in Bern lebten und wer seine Sammler sind. 

Erleben Sie den Maler Paul Klee und die Stadt Bern, in der er mehr als sein halbes Leben lang gelebt hat, aus einer neuen Perspektive.  Die Paul Klee App «klee@bern» erscheint im erweiterten Rahmen der Ausstellung «Klee in Bern» des Zentrum Paul Klee (Museum) und in dessen Zusammenarbeit. Die Unterstützung, die ihm von seiner Familie, seinen Freunden und Bekannten entgegengebracht wurde, ermöglichte es ihm, den Umständen entsprechend, bis zu seinem Tod 1940, dennoch äusserst produktiv zu sein. In diesem Spannungsfeld zwischen Heimat und Exil siedelt sich die App «klee@bern» an. Die Autoren Osamu Okuda (Zentrum Paul Klee), Dr. Walther Fuchs (Digiboo) und Dr. Michael Baumgartner (Zentrum Paul Klee) erstellen eine «Klee Map», eine Kartografie von Orten und Räumen, mit der man Klees Beziehung zu Bern, im Gelände, vor Ort, erleben, verstehen und neu gestalten kann.

Sponsoren

  • Brasserie Obstberg (GOLD-Sponsor)
  • Swisscom (Sponsoring der Klee-App-Vorführgeräte im Museums Shop des Zentrum Paul Klee)
  • weitere Sponsoren sind herzliche willkommen! 

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Online zwitschern über Klee (DER BUND)

Online zwitschern über den Künstler

Kürzlich wurde die erste Nummer der Internet-Zeitschrift für Klee-Studien aufgeschaltet. Klees aktualisierter Werkkatalog soll bis 2020 im Netz zugänglich sein.

Paul Klee in seinem Atelier am Obstbergweg 6, Bern, Herbst 1902.
Bild: Nachlass Sasha Morgenthaler-Thun

Alexander Sury (Der Bund, 13.01.2016)

Er war einst der grösste Steinbruch des Landes, wo sich die Menschen seit dem Mittelalter bedienten. Der Sandstein wurde unter anderem zum Bau des Münsters, des Rathauses und der Heiliggeistkirche in der Stadt Bern verwendet. «Ich selbst habe bedauerlicherweise nie eines der Gebäude, die unleugbar aus meinem Körper geschlagen wurden, zu Gesicht bekommen.»

Wer spricht denn da? Es ist der Steinbruch in Ostermundigen selbst, den der Berner Autor Jürg Halter in der «Zwitscher-Maschine» in munterem Parlando erzählen lässt.

In der ersten, Mitte Dezember aufgeschalteten Nummer der Online-Zeitschrift für internationale Paul-Klee-Studien sinniert der Steinbruch leicht wehmütig zu filigranen Federzeichnungen Klees aus den Jahren 1909/10 über sein Schicksal.

Klee hielt sich oft im «schönen Ostermundiger Steinbruch» auf, der seine «Abbauhochzeit» lange hinter sich hat und heute im Sommer vorab von Theaterinteressierten und Tagesausflüglern besucht wird. Gut so, sagt der Steinbruch, denn sonst «würde heute vielleicht nichts mehr von mir übrig geblieben sein als ein Sandsteinkörnchen».

Was da alles rauscht und pfeift

Die vom Zentrum Paul Klee in Zusammenarbeit mit den Kunsthistorikern Walther Fuchs und Osamu Okuda herausgegebene Online-Zeitschrift entlehnt den Titel einem Bild Klees aus dem Jahr 1922, das heute im Museum of Modern Art in New York hängt.

Die Publikation erscheint halbjährlich und umfasst neben literarischen und philosophischen Annäherungen zu Leben und Werk Klees vorab kunsthistorische und -technologische Studien.

«Was alles da raschelt, rauscht, pfeift und zwitschert, sei es im Garten oder im tiefen Wald der Klee-Forschung», schreibt ZPK-Direktor Peter Fischer im Vorwort, «soll mit der ‹Zwitscher-Maschine› ein Gefäss zur Verbreitung finden.»

Ermöglicht wird die neue Online-Publikation, die als Plattform für Kurzbeiträge traditionelle Formate wie Schriftenreihen oder Jahrbücher ersetzt, durch die finanzielle Unterstützung der Paul-Klee-Stiftung der Burgergemeinde.

In der ersten Nummer ragt ein Forschungsbeitrag von Walther Fuchs und Osamu Okuda heraus, der die Hintergründe des bisher unbekannten Klee-Werks «Vater und Sohn» aus dem Jahr 1902 ausleuchtet.

Auf einer neu entdeckten Fotografie aus dem Nachlass der Künstlerin Sasha Morgenthaler sieht man Klee in seinem Berner Atelier sitzen. Der Künstler ist darauf wirkungsvoll im Profil wiedergegeben, den Blick in eine imaginäre Ferne gerichtet, rechts im Hintergrund steht ein gerahmtes Bild auf der Staffelei.

Darauf abgebildet sind zwei Männer in Rückenansicht, in antike Gewänder gehüllt. Das Werk stehe im Zusammenhang mit einer kurz vorher absolvierten Italienreise Klees, stellen die beiden Klee-Forscher fest.

Der junge Künstler habe nach ausgiebigen Studien im Anatomiesaal der Universität Bern darin auch seine vertieften Kenntnisse in Akt und Anatomie einfliessen lassen. Das Werk wurde von Klee offenbar später vernichtet, da er es als gescheiterten Versuch einer neuen bildnerischen Ausdrucksweise betrachtete.

Schub für Gurlitt-Forschung?

Ein zweites digitales Projekt rund um Paul Klee betrifft den «Catalogue raisonné». Das zwischen 1998 und 2004 in neun Bänden publizierte Werksverzeichnis Klees stellt bis heute für Wissenschaftler, Galeristen, Kuratoren und Auktionshäuser die unverzichtbare Grundlage für die Arbeit mit dem Werk des Künstlers dar.

Seit dem Abschluss des neunten Bandes wurden indes von den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Zentrums Paul Klee kontinuierlich neue Informationen verarbeitet und die Einträge aktualisiert – vorab zu Änderungen der Standort- und Provenienzangaben. Elf Jahre nach Erscheinen des letzten Bandes ist es laut Peter Fischer «an der Zeit, diesen in überarbeiteter, aktualisierter und erweiterter Form neu zu publizieren».

In Anbetracht des rasanten technischen Wandels ist eine solche Publikation allerdings nur noch in digitaler Form sinnvoll. Das Projekt soll «so bald wie möglich» mit dem Ziel starten, den überarbeiteten «Cataloque raisonné» bis spätestens 2020 im Internet frei zugänglich zu machen. Die Museumsstiftung für Kunst der Burgergemeinde Bern wird das Projekt voraussichtlich finanziell unterstützen.

Insbesondere im heute überaus sensiblen Bereich der Provenienzforschung genügt der «Catalogue raisonné» den gestiegenen Ansprüchen nicht mehr. Durch die zusätzliche Auswertung von Unterlagen in Archiven sollen diese Lücken geschlossen werden; besonders reichhaltige Erkenntnisse erhofft man sich von den im Zuge der Schenkung der Familie Klee ins ZPK gelangten Verkaufslisten und Geschäftskorrespondenzen der 1920er- bis 1940er-Jahre.

Die Konzeption und Erarbeitung des digitalen Cataloque raisonné wird im Rahmen des gemeinsamen Sammlungspools in enger Kooperation mit dem Kunstmuseum Bern erfolgen. Das Kunstmuseum Bern werde damit in die Lage versetzt, so Peter Fischer, mit dem Instrument «Cataloque raisonné» seine eigenen Sammlungsbestände sowie die durch das – derzeit juristisch noch blockierte – Gurlitt-Erbe neu ins Haus kommenden Konvolute nach «State-of-the-art-Richtlinien» zu erfassen.

Synergien mit der Provenienzforschung im Bereich der Sammlung Gurlitt sind dabei ausdrücklich beabsichtigt. Ermöglicht werden soll dies durch den Austausch der Resultate sowie der Auswertung umfangreicher Geschäftskorrespondenzen Klees mit Galerien wie denjenigen der Kunsthändler Alfred Flechtheim, Curt Valentin, Karl Buchholz oder Daniel-Henry Kahnweiler in der Zwischenkriegszeit und in der Epoche des Nationalsozialismus.

zwitscher-maschine.org

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FRITZ WINTER DIE 1960ER JAHRE – JAHRZEHNT DER FARBE (PINAKOTHEK DER MODERNE)

Fritz Winter
Mit Raumteilen
1968
Öl auf Leinwand
135,0 x 145,0 cm
Inv. Nr. HST 1328
WV Nr. 2649
© Fuchs

Die Ausstellung zeigt einen bisher wenig bekannten Aspekt des Werkes von Fritz Winter. Die bei den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angesiedelte Fritz-Winter-Stiftung vereinigt den größten Teil von Winters Œuvre der 1960er Jahre, der erstmals in dieser Breite präsentiert wird.

»Augenblicklich interessiert mich das Problem der Farbe allein«, so Fritz Winter 1964. Spätestens seit seinem vielbeachteten Auftritt auf der ersten documenta in Kassel 1955 galt Fritz Winter (1905-1976) als einer der wichtigsten deutschen Vertreter der abstrakten Malerei und als Aushängeschild der Nachkriegsmoderne in der Bundesrepublik. Seine im Kontext der informellen Kunst in den 1950er Jahren zunehmend grafisch geprägte Malerei erfuhr ab 1960 entscheidende neue Impulse, unter anderem durch die amerikanischen Farbfeldmalerei. Für nahezu ein Jahrzehnt sollte die Befreiung der Farbe im Zentrum von Winters Interesse stehen.

In Reihen- und Rechteckbildern, dicht verwobenen Farbfeldern und exzessiven Übermalungen untersucht Fritz Winter Farbraum und Farbbewegung, Visualität und Serialität. Höhepunkt der Entwicklung zum reinen Farbbild sind die sogenannten Farbraum-Modulationen des Jahres 1964, meditative Streifenbilder, in denen der Künstler mit Hilfe weich abgestimmter Hell-Dunkel-Kontraste sowie Warm-Kalt-Polaritäten die Farbe zum »Atmen« und die Fläche zum »Vibrieren« bringt.

Inhaltlich knüpft Fritz Winter an seine Bildraumkonzepte der 1930er Jahre an – an Naturformen und Bilder innerer Landschaften. Es ist ein neuer Ansatz im Werk des ehemaligen Bauhausschülers, das »Innere der Natur« zu erkunden, und zugleich eine Rückbesinnung auf seine Lehrer Wassily Kandinsky und Paul Klee. Ohne die Natur selbst zum Gegenstand zu machen, öffnet der Maler den farbigen Bildraum für Naturassoziationen und kommt so zu gänzlich neuen Bildformen.

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