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Walther Fuchs

PAUL KLEE UND SEINE KRANKHEIT REVISITED


Summary

Until now, Paul Klee‘s illness has been approached primarily from the perspective of medical doctors and with a focus on the correctness of his medical diagnosis. His »last works«, so those produced between 1935-1940, have also been too narrowly interpreted based on the effect of his posthumously diagnosed scleroderma, now known as systemic autoimmune disease, and all too often with a tendency towards psychopathologisation.

The serious illness that Paul Klee suffered while in exile in Bern began in the summer of 1935. It was to preoccupy the artist, his family, and his close friends and acquaintances for the remaining six years of his life. Klee himself rarely commented on his condition. This heightens the importance of the testimonies of his wife and main caregiver Lily, and the remarks made by his friends and others. 

This review of Klee’s medical history from the perspective of the patient (The Patient View) and of his family and friends, along with an examination of the artist’s working environment and medical history, is intended to provide a new basis for the interpretation of the works created during his time in exile in Bern. The research has its origins in the Paul Klee and Medicine exhibition held in 2005 (Abb. 1) 1. For this article, they have been updated, supplemented with perspectives from previous publications, and expanded with new findings.2 

Abb. 1 Masstabgetreue Rekonstruktion von Paul Klees Berner Atelier unter Verwendug von Origianlteilen in der Ausstellung » Paul Klee und die Medizin« des Medizinhistorischen Museums der Universität Zürich mit derTonbildschau » Paul Klees letzte Krankheit« (Monitor: https://youtu.be/jJ2L4ShhLuw)  sowie Ausstellungsexponaten (Moulagen) zum Thema » Paul Klee und seine Krankheit« von Walther Fuchs u. Osamu Okuda, Foto: Franz Böttcher, 2015. ©Privatbesitz, Küsnacht.

Abb. 1
Masstabgetreue Rekonstruktion von Paul Klees Berner Atelier unter Verwendug von Origianlteilen in der Ausstellung » Paul Klee und die Medizin« des Medizinhistorischen Museums der Universität Zürich mit derTonbildschau » Paul Klees letzte Krankheit« (Monitor: https://youtu.be/jJ2L4ShhLuw)  sowie Ausstellungsexponaten (Moulagen) zum Thema » Paul Klee und seine Krankheit« von Walther Fuchs u. Osamu Okuda, Foto: Franz Böttcher, 2015.
©Privatbesitz, Küsnacht.



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Probleme der Ineinssetzung von Leben und Werk

Paul Klees schwere Erkrankung im Berner Exil begann im Sommer 1935. Sie wird den Künstler sowie seine Familie und die ihm nahestehenden Freunde und Bekannten in den verbleibenden sechs Jahren bis zu Klees Tod intensiv beschäftigen. Bisher sind wenige schriftliche Quellen bekannt, in denen sich Klee zu seinem Befinden äusserte. Umso bedeutender sind die schriftlichen Zeugnisse seiner Frau Lily als wichtigster Pflege- und Bezugsperson sowie die Äusserungen seiner Freunde (Abb. 2).

1985 veröffentlichte Roy Porter den programmatischen Aufsatz »The Patient’s View«3, in dem er die damalige und noch heute verbreitete ärztezentrierte Medizingeschichte kritisierte und eine neue patientenorientierte Medizingeschichtsschreibung propagierte. Im Sinne einer Patientengeschichte nach Porter steht in der Folge nicht die Diagnose oder der Arzt im Zentrum des Interesses, sondern Klee selbst als Patient, seine Familie und sein engster Freundeskreis werden in den Mittepunkt gerückt. Was verstanden Klee und nahestehende Personen, seine Familie und Freunde unter »Gesundheit«, »Krankheit« und »Heilung«, wie nahmen sie die Krankheit wahr? Welche Beziehung hatten sie zu den verschiedenen Heil- und Pflegepersonen, und wie schätzten sie die diagnostischen, therapeutischen und präventiven Angebote ein – wie nutzten sie diese? Als Quellen dienen schriftliche, mündliche und bildliche Selbst- und Fremdzeugnisse (Briefe, Fotografien) von Klee, vor allem aber von seiner Frau Lily und von Freunden und Bekannten, die teilweise noch unpubliziert sind. Es werden aber auch medizinhistorische Bild- und Textquellen zum historischen Krankheitsbild von Klee ausgewertet und in Bezug zur heutigen Sichtweise der Krankheit Klees gesetzt. Dank des regen Briefwechsels von Lily gelingt eine sehr umfassende Rekonstruktion der Patientengeschichte von Paul Klee. Die Briefe von Lily und ihren gemeinsamen Freunden und Bekannten enthalten viele Details zu Klees Krankheit, die Lily mehrfach nuanciert wiedergibt.4

Der Mangel an schriftlichen Selbstzeugnissen von Klee zu seiner Krankheit sollte nicht dazu verleiten, sein künstlerisches Werk als Quelle für seine Krankengeschichte beizuziehen. Eine Gleichsetzung von Leben und Werk ist nicht nur bei Klee sehr problematisch, sondern birgt ein grundsätzliches und nach wie vor virulentes Problem der Kunstgeschichtsschreibung, auf das Julius von Schlosser bereits 1935 hinwies: »Erklärung des stilistischen aus dem empirischen Künstlerleben und vice versa«.5 Obgleich Martin Warnke in seiner in mehreren Auflagen erschienenen Rubensmonografie das Problem »Werke als Ausfluß des Lebens und das Leben als Nährboden der Werke«6 zu betrachten erneut benannte, bildet die Gleichsetzung von Leben und Werk in der Kunstgeschichtsschreibung ein nach wie vor virulentes Problem.7 Dies gilt insbesondere für die Interpretation bezüglich Klees Spätwerk aus Sicht seiner Krankheit bzw. aus der Sicht der Psychopathologie. Spätestens seit der Kritik von Otto Karl Werckmeister an der Gleichsetzung von Leben und Werk im Rahmen der Analyse von Klees Spätwerk durch Jürgen Glaesemer ist das Problem der Ineinssetzung von Leben und Werk auch in der Klee-Forschung bekannt und wird dort diskutiert (1981, 1989).8 Glaesemer betrachtete das Spätwerk von Klee als »Zeugnis« seiner »unheilbaren« Krankheit.9 Für Glaesemer war die Krankheit von Klee »zu einer ständigen Begleiterin geworden, die, auch wenn er nicht von ihr sprach, sein Handeln und Denken wesentlich mitbestimmte«, sodass Klees Krankheit (Sklerodermie) in seinen Werken »unschwer« ablesbar sei.10 Glaesemer hielt Klees Krankheit für einen »Teil seines Wesens«, es erfüllen sich ihn ihr Merkmale seiner individuellen Psyche«.11 Dem gegenüber distanzierte er sich eindeutig von einer Psychopathologisierung von Klees Spätwerk12 und hielt Werckmeister vor, das Werk von Klee »nur noch als Alibi für eine kritische Analyse historischer Zusammenhänge zu missbrauchen«.13

Trotz der Kritik von Werckmeister an der Gleichsetzung von Leben und Werk bei der Interpretation von Klees Spätwerk scheint dieser Topos der Psychopathologisierung von Klees Schaffen in der Klee-Forschung nach wie vor Bestand zu haben.14 Das Spätwerk von Klee wird weiterhin zu einseitig aus Sicht seiner Krankheit interpretiert, obwohl spätestens seit den 1980er-Jahren zahlreiche streng historische Analysen vorliegen.15 Stellvertretend für »Regressionen«16 der Klee-Forschung seien hierzu beispielhaft aufgeführt. Die Vorstellung, Paul Klees Spätwerk sei in ganz wesentlicher Weise von dessen tödlicher Krankheit beeinflusst, die seit 1940 fasst alle seine Biografen prägte, »so auch die wichtigeren posthumen Studien von Haftmann17, Giedion-Welcker18 und Grohmann19« (Franciscono 1990) wurde von Tilman Osterwold in seinen beiden Ausstellungen (1990 u. 2006) zum Spätwerk von Klee weiterhin als selbstverständliche Tatsache genommen. Hierzu Osterwold 1990 im Katalog zur Ausstellung »Paul Klee. Spätwerk« des württembergischen Kunstvereins Stuttgart.20 »Beeindruckt von einer schweren Krankheit und in dem Wissen um den herannahenden Tod setzte ein Werk ein, dass die autobiografischen Züge in eine universelle weltanschauliche Dimension stellte«. Derselbe hielt 2006 im Katalog zur gleichnamigen Ausstellung »Kein Tag ohne Linie« im Zentrum Paul Klee, Bern fest: »Paul Klees spätes zeichnerisches Werk hat einen tagebuchartigen Charakter. (...) Psychologische Aspekte, Rückerinnerungen, Beobachtungen und Annäherungen, das existenzielle Trauma von Krankheit und Tod, mythologische, religiöse und philosophische Ebenen werden einzeln und in Gruppen verbildlicht oder zu Zyklen seriell zusammengefasst.«.21

Zwar schien sich Matthias Bärmann in seinem Katalogbeitrag zur Ausstellung »Paul Klee - Tod und Feuer – Die Erfüllung im Spätwerk« in der Fondation Beyelerund im Sprengel Museum (2003) der Komplexität der Auswirkung von Klees Krankheit auf seine Kunst bewusst zu sein und die Kritiker der Vertreter einer historisch-kritischen Klee-Forschung an der Psychopathologisierung von Klees vertraut zu sein, trotzdem glaubte er »unzählige Reflexe der Erkrankung und der Vorahnung des nahe stehenden Todes« in den Titeln von Klees Spätwerk zu erkennen.22 Gleiches gilt für den Dermatologen Hans Suter, der 2010 in seiner Abhandlung über »Paul Klee und seine Krankheit« Leben und Werk von Klee in dessen Spätwerk in verkürzter Weise gleichsetzte. So brachte Suter die Bleistiftzeichnung »nie mehr jene Speise!, 1939, 659« (Fig. 61 bei Suter) ohne grundlegende kunsthistorische Analysen mit den Schluckbeschwerden von Klee unmittelbar in Verbindung.23 Oder er glaubte in der Kreidezeichnung Maske Schmerz 1938, 235 (P 15) (Fig. 48 bei Suter) Klees Krankheitsbild einer sklerotischen Hautveränderungen zu erkennen, ohne die Masken-Thematik im Werk von Klee kunsthistorisch zu untersuchen. 24

Eine psychologisierende Interpretation, die vom Werk direkt auf die seelische Verfassung des Urhebers und umgekehrt schliesst, unternahm auch Manfred Clementz 2016 (Der Mythos Klee) im Kapitel über das Spätwerk von Klee. In den zahlreichen fragmentierten Körperbildern von Klees Spätwerk, wie z. B. im Werk Angstausbruch III 1939, 124, erkannte Clementz »Klees unheilbare Krankheit«, von »deren ganze Tragik« (...) »Lily Klees Schilderungen« zeugen und wie die Krankheit bei Klee »das Gefühl hervorgerufen habe, dass sein Körper ausser Kontrolle geraten war, was zugleich Angst vor psychischer Fragmentierung auslösen musste«.25 Seit Glaesemers ausführlicher Untersuchung ist schon längst bekannt, dass Klees letzte Arbeiten, insbesondere die fragmentierten Körperbilder, unter dem starken Einfluss von Picassos sogenannten Knochen- oder Metamorphose-Bildern der späten zwanziger und frühen dreissiger Jahre entstanden sind.26

Nicht die Annahme, dass sich die Werke Klees als »Ausfluss oder Beleg seines Lebens darstellen«, sondern die Einstellung und Überzeugung, Malerei trete dem Leben mit dem Anspruch gegenüber, ein eigentümliches Medium der Erkenntnis und Erfahrung zu sein (Warnke), erlaubt einen Zugang zum Spätwerk von Klee. Neben werkimmanenten Bezügen spielt gerade im Spätwerk der zeitgeschichtliche Kontext bei der Interpretation eine wesentliche Rolle. Wie u. a. Otto Karl Werckmeister nachweisen konnte, beschäftigte sich Klee in seinem Spätwerk ausgedehnt mit klassischen kunsthistorischen Themen und Motiven aus seinem bisherigen Schaffen.27 Bilder, die ihren Anlass und ihren Gegenstand der persönlichen Sphäre des Künstlers und seiner Krankheit verdanken, sind bei Klee hingegen äusserst selten. Der hier vorliegende Aufsatz ist der Versuch einer historisch-kritischen Aufarbeitung und Neubewertung von Paul Klees letzter Krankheit und er versteht sich als Beitrag zur fruchtbaren und kontrovers geführten Diskussion um die Auseinandersetzung mit dem Spätwerk von Paul Klee.

Erste Anzeichen der Erkrankung

Der Verlauf der ersten Krankheitsphase von Klee wird in einem Brief von Lily Klee an ihre Freundin Emmy Galka Scheyer (1889-1945) vom 8. März 1936 rückblickend zusammenfassend wiedergegeben und in der Folge durch zusätzliche Informationen zu Klees Krankheit aus anderen Briefen bestätigt und ergänzt werden. »Schon im Sommer 1935«28 habe Klee über zunehmende »Müdigkeit« 29 geklagt und sei im August 1935 an einer »Bronchitis« 30 erkrankt. Diese weitete sich im Oktober zu einer »versteckten«31, »chronische[n] doppelseitige[n] Lungenentzündung«32 aus, die auch sein Herz schwächte33. Mitte November befiel ihn ein Hautausschlag, der von den Ärzten spontan als »Masern«34 diagnostiziert wurde. Klee war nun für mehrere Monate bettlägerig und konnte bis Februar 1936 täglich nur »zwei Stunden aufstehen und im Zimmer sitzen (Abb. 3)«.35 Erst im Februar 1936 habe die »Besserung« 36 eingesetzt; es gehe, allerdings »sehr sehr langsam in kleinen Schritten wieder aufwärts« 37, sodass er sich »den grossen Teil des Tages wieder ausser Bett«38 aufhalten, »aber noch nicht ausgehen«39 könne, soweit sei es noch nicht. Eine »Nachkur«40 mit einem damit verbundenen »Klimawechsel«41 sei vorgesehen. Der Arzt habe die völlige Genesung und Arbeitsfähigkeit in Aussicht gestellt, wie Lily Klee Daniel Henry Kahnweiler (1884-1979) dem Galeristen ihres Mannes erfreut mitteilte.42 Klee habe die neue Situation, »seinem Wesen entsprechend, gelassen«43 hingenommen, und er sei auch wieder »geistig sehr rege u. lebendig«44. Selbst nach seiner Erkrankung an Bronchitis arbeitete Klee, solange es ging, weiter,45 bis er als Folge seiner Pneumonie für mehrere Monate bettlägerig wurde und täglich nur wenige Stunden das Bett verliess, um zu arbeiten.46 Trotzdem sind in seinem Oeuvre-Katalog für das Jahr 1935 insgesamt 148 Werke, davon 12 Tafelbilder, 89 farbige Blätter und 47 Zeichnungen verzeichnet.47 Seine Korrespondenz erledigte von nun an, bis zu seinem Tod, mit wenigen Ausnahmen seine Frau Lily.

Klees Ärzte seines Vertrauens: Fritz Lotmar und Gerhard Schorer

Trotz Drängen seiner Frau Lily und Freunden, den Arzt aufzusuchen, glaubte Klee lange daran, »mit seiner Energie und seinem Willen (…) die Krankheit bezwingen« zu können.48 Erst als es gesundheitlich »nicht mehr ging«, sei ihr Mann viel zu spät zum Arzt gegangen, berichtete Lily Klee Ende Oktober 1935 Nina Kandinsky (1893-1980) in einem Brief. 49 Auf Empfehlung von Fritz Lotmar (1878-1964) wählt Klee den renommierten und viel beschäftigten Berner Internisten Dr. Gerhard Schorer (1878-1959) zu seinem Hausarzt: »Gottlob hatten wir Glück, den besten inneren Arzt von Bern zu beko(mm)en durch Dr. Lotmar (...).« (Lily Klee).50 Klees Jugendfreund, der Neurologe Fritz Lotmar, ist dem kranken Künstler bis zum Tod der wichtigste ärztliche Berater und Vertrauter.51 Lotmar kannte Gerhard Schorer seit ihrer gemeinsamen Assistenztätigkeit bei Professor Hermann Sahli (1856-1933) am Berner Inselspital (Abb. 4).52

Der kranke Künstler setzte grosses Vertrauen in seinen Berner Hausarzt Dr. Gerhard Schorer (Abb. 5) und befolgte dessen klimatherapeutische Anweisungen für die jeweiligen Kuraufenthalte genau. Er würdigte Schorer als verständnisvollen Mediziner, da dieser ihm immer das verschreibe, was er ohnehin gerne mochte, zum Beispiel getrocknete Schwarzbeeren, wie die Pflegerin Ju Aichinger berichtete.53

Der Berner Internist Gerhard Schorer genoss von 1935 bis 1940, während der gesamten Dauer von Klees Krankheit, das uneingeschränkte Vertrauen seines »geduldigen, klugen und einsichtigen«54 Patienten. Angesichts der unsicheren Diagnose zur Krankheit Klees – heute als Sklerodermie erkannt – wählte Schorer eine Mischung von medikamentöser, diätetischer, klimatischer und physiotherapeutischer Behandlung. Der Pfarrerssohn Gerhard Schorer entstammte einer 1829 in Bern eingebürgerten Familie. Die Heirat mit der bernischen Patriziertochter Marie-Luise von Tavel verschafft ihm Zugang zu den führenden Kreisen der Stadt.55 1922 verlegte Schorer den Sitz von Praxis und Wohnung in ein um 1750 errichtetes grosszügiges Landhaus an der Spitalackerstrasse (»Schorer Gut«). Gerhard Schorer schrieb seine Dissertation 1908 beim Berner Ordinarius für innere Medizin und Klinikdirektor Hermann Sahli. Die 42-seitige Schrift befasst sich mit der Untersuchung des Verdauungsenzyms des Magensekrets und trägt den Titel »Über refraktometrische Pepsinbestimmungen«56. Im Rahmen seiner Föhn-Forschung und Klimatherapie untersuchte Gerhard Schorer die Wirkung des Apparates zur künstlichen Ionisation der Luft (»Influenzmaschine«). 1931 hielt der Internist in einem wissenschaftlichen Aufsatz dazu fest: »Positiv ionisierte Luft wirkt erfrischend und angenehm. Man kann damit die durch negative Ionisation erzeugten Erscheinungen augenblicklich zum Verschwinden bringen«.57

Medikamente zur Behandlung der hartnäckigen Bronchitis, Lungen- und Brustfellentzündung zu Beginn der Krankheit 58

Im Anschluss an die erste Arztvisite59 ging Klee am 21. Oktober 1935 in die Apotheke Volz (Zytgloggelaube 2), um die Medikamente zu kaufen, die ihm Dr. Schorer verschrieben hatte.60 Am 30. Oktober 1935 teilte Lily Klee Nina Kandinsky mit: »M. Mann beko(mm)t 2 Mittel. Eines fürs Herz. Eines für d. Husten u. indirekt aufs Herz wirkend. Herz ist gottlob schon viel besser, wie der Arzt gestern bei der Untersuchung feststellte Blutdruck ganz normal – was mich sehr beruhigte.«61 Aus dem Rezeptbuch der Apotheke Volz geht hervor, dass es sich bei den beiden Präparaten um das Hustenmittel »Cardiozol-Dicodid« (Abb. 6a), (Abb. 6b) und das Digitalispräparat »Digipuratum« zur Kräftigung des Herzmuskels handelte.62 Beim masernähnlichen Ausschlag könnte es sich um eine Unverträglichkeitsreaktion auf das neue krampflösende und gefässregulierende Mittel »Theominal« (Bayer) gehandelt haben, das Klee Anfang November 1935 verschrieben erhielt, denn das Medikament wurde in der Folge abgesetzt.63 Das andere Mittel, das Schorer zusätzlich verschrieb und Lily Klee in den Randnotizen der Fiebertabelle am 8. November 1935 als »neues Mittel«64 bezeichnete, ist ein pflanzliches Fingerhutpräparat zur Kräftigung des Herzmuskels (Folium Digitalis tiratum) in Kombination mit dem homöopathischen Nerventonikum Calcium glycerinophosphoricum und gewöhnlichem Milchzucker (Saccharium Lactis). Um die Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts war die Central-Apotheke Volz bekannt für ihre homöopathischen Präparate.65 Am 1. April 193666 erfolgten endlich die seit Ende Dezember 193567 vorgesehenen ersten Röntgenaufnahmen an der Berner Universitätsklinik Inselspital. Die Thoraxbilder ergaben einen positiven Herzbefund. Sie bestätigten die schon vorher von Dr. Schorer diagnostizierten Befund »Chronische doppelseitige Lungenentzündung. Pleuritis = Brust u. Rippenfellentzündung. Herzerweiterung. Dazu der schwere Masernfall«68 wohingegen die »Lungensache noch nicht ganz fertig wenn auch in Besserung«69 sei, so Lily an ihre Freunde.

Höhenkuhren in Tarasp und Montana

Erholungskur in Tarasp

Vom 6. Juni70 bis zum 30. Juni 193671 war Klee zu einer Erholungskur in Tarasp im Unterengadin. Die Wahl auf den Luft- und Badekurort Tarasp erfolgte in Absprache mit Dr. Schorer. Bereits vor seiner Erkrankung, wollte sich Klee während des Sommers 1935, zunächst noch ohne seine Frau, vom vielen Arbeiten an einem italienischen Mittelmeerort erholen.72 Der Ausbruch der Krankheit vereitelte jedoch sein Vorhaben.73 Auf Drängen von Lilly habe sich Klee dazu entschlossen, nach seiner Genesung eine »Nachkur« in der Höhe durchzumachen.74 Zeitweilig war davon die Rede, für einen »Klimawechsel« gemeinsam in den Süden zu fahren.75 Dann aber entschieden sich die Klees, in Absprache mit dem Arzt, für den Kurort Tarasp. Aus finanziellen Gründen76 reiste Klee ohne seine Frau, jedoch in Begleitung und offenbar auf Einladung77 des Sammlerehepaars Rupf, die regelmässig Kurferien im »Grand Hotel Kurhaus Tarasp« verbrachten, zur Kur. Wenngleich sich die in den Alpen einzigartigen78 Mineralquellen von Tarasp-Schuls-Vulpera zur Behandlung von Klees Herzbeschwerden ausgezeichnet geeignet hätten,79 wurde die Badekur von Klees Hausarzt ausdrücklich verboten.80 Ein damaliger Kurarzt von Tarasp wies an den Verhandlungen der schweizerischen Gesellschaft für Balneologie und Klimatologie 1931 darauf hin, dass er es oft erlebt habe, dass Tarasper Kurgäste ohne ärztliche Betreuung zu viel und zu rasch aufeinanderfolgende CO2-Mineralbäder nähmen, mit unrichtigen Temperaturen und von zu langer Dauer. Es folgten bisweilen bedrohliche Zustände, es kamen auch Todesfälle vor, zwar nicht im Bad selbst, aber doch aufgrund von Krankheiten und Verschlimmerungen im Kurort oder bald nachher, denen das misshandelte Herz und das Gefässsystem nicht mehr gewachsen waren, weshalb er den obligatorischen Kurarztzwang forderte.81

Stattdessen empfahl Schorer eine Kombination aus Klima-, Bewegungs- und Diättherapie. Aus einem Brief an seine Frau geht jedoch hervor, dass Klee gleichwohl badete, vermutlich allerdings im Etagen- und nicht im Kurbad.82 Im Hotelzimmer von Klee war kein eigenes Bad, sondern lediglich ein »fließender Waschtisch« vorhanden.83 Aufgrund seiner langjährigen »Föhnforschung« ist es naheliegend, dass sich Schorer in der Klimatherapie auskannte und sie als Teil seines Behandlungskonzepts zu betrachten ist. Mit den »schorerschen Vorschriften« gab es genaue Anweisungen, wie sich Klee während der Kur zu verhalten hatte. Für eine erfolgreiche klimatherapeutische Behandlung musste der Körper täglich während mehrerer Wochen bei exakter Dosierung den biometeorologischen Bedingungen ausgesetzt werden.84 Von den in der klassischen Klimatherapie beschriebenen vier verschiedenen Methoden (Klimatische Terrainkur, Frischluft-Liegekur, Luftbad und Heliotherapie)85 beinhaltete die schorersche Therapie die Kombination aus Liegekur und klimatischer Terraintherapie.86 Beide Therapien ergänzten sich gegenseitig ideal in Hinsicht auf ihre therapeutischen Effekte.87 Dabei wird der Patient kontrolliert den Reiz- und Schonfaktoren des betreffenden Klimas ausgesetzt, um eine Adaptation des Körpers an die natürlichen Umweltfaktoren zu erreichen.88 Die Terrainkur ist das kurmässig dosierte Gehen auf an- und absteigenden Wegen. Während der Terraintherapie werden die Patienten von der Topografie des Geländes und den besonderen klimatischen Bedingungen des Kurortes beeinflusst. Bei entsprechender Dosierung werden sowohl die körperliche Leistung als auch die Klimaverhältnisse gezielt für die Behandlung der speziellen Indikationen eingesetzt. Klee berichtete in Briefen an seine Frau von regelmässigen, nicht anstrengenden Spaziergängen in der Gegend um Tarasp.89 Gelegentlich fuhren die Rupfs Klee mit ihrem neuen Opel »OLYMPIA« auch ein Stück den Berg hinauf, wo er dann »schöne Abwärtswege«90 in der Natur machte. Die Rupfs nahmen Klee manchmal auch auf ihren Autoausfahrten kreuz und quer durchs Engadin mit.91 Der Gruppe schloss sich ab und zu auch der Bildhauer Max Fueter an, der ebenfalls seine Ferien in Tarasp verbrachte (Abb. 7).92

Die von Schorer verschriebene Liegekur erlaubt eine exakte Dosierung der klimatischen Reize ohne gleichzeitige körperliche Belastung.93 Ein eigentliches Kurregiem gab es im Kurhaus Tarasp nicht. Viel eher herrschte eine angenehme und zwanglose Atmosphäre vor. Beim Liegen hörte Klee der Kurhauskapelle zu, er trank Tee oder Kaffee Haag, las, und er genoss die schöne Alpenlandschaft.94 Klee berichtete in einem Brief an seine Frau Lily, dass er sich in Tarasp wohlfühle, obschon das Klima streng sei, und dass er sich deshalb gerne an die »Schorrschen Vorschriften« halte, die auch eine spezielle Diät vorsähen – den Verzehr von getrocknetem Rindfleisch (Bündnerfleisch) gegen Blutarmut, von gesundem Schwarzbrot und Tee.95 Ob Klee auch Medikamente zu sich nehmen musste, ist unklar. So ist der letzte Eintrag in der Apotheke Volz auf den 25. April 1936 datiert, also fast zwei Monate vor der Abreise ins Engadin. Schorer verschrieb Klee zu jener Zeit ein Mittel gegen Herzbeschwerden. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass Klee aufgrund der schorerschen Klima-, Bewegungs- und Diättherapie in Tarasp das aus der Essenz des Fingerhutblatts gewonnene Herzmittel Digipuratum der Firma Knoll noch benötigte, zumal gerade die kohlensäurehaltigen Quellen von Bad Tarasp-Schuls-Vulpera für die Behandlung von Herzkrankheiten und hohem Bluthochdruck geeignet sind.96 In keinem der Briefe an seine Frau klagte Klee denn auch über Herzbeschwerden. Viel eher zeugen seine Ansichtskarten und Briefe an die Familie davon, dass Klee im 1250 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Tarasp eine relativ beschwerdefreie Zeit, frei von Medikamenten, verbrachte, und sein unverwechselbar ironischer und liebenswürdiger Schalk war in seinen Briefen allgegenwärtig. Auf der Rückreise »via Flüela – Davos – Landquart – Ragaz nach Zürich und dann nach Bern« besuchten die Rupfs mit Klee die Ausstellung »Zeitprobleme in der Schweizer Malerei und Plastik« im Kunsthaus Zürich, an der Klee mit 16 Werken vertreten war.97

Kuraufenthalt in der Pension Cécil in Montana98

Einen Monat nach seiner Rückkehr von Tarasp trat Klee im August 1936 auf Zustimmung seines Hausarztes Dr. Gerhard Schorer einen Kuraufenthalt in der Pension Cécil in Montana (Kanton Wallis) an.99 Seine Frau Lily folgte ihm nach.100 Bereits vor seiner Abreise nach Tarasp war ein weiterer mehrwöchiger Kuraufenthalt in der Höhe vorgesehen.101 Nach befriedigendem Befund durch den Hausarzt und auf dessen Empfehlung reiste Klee einen Monat nach seiner Rückkehr aus Tarasp am 17. August 1936 zu einem zweiten mehrwöchigen Kuraufenthalt in die Pension Cécil nach Montana.102 Vor seiner Abreise musste er zur Blutverbesserung eine Arsen Eisenkur machen.103 Wegen der grossen Sommerhitze sollte Klee aus ärztlicher Sicht auch diesmal auf eine südliche Destination verzichten.104 Der Walliser Höhenkurort Montana wurde einem Kurort im nähergelegenen Berner Oberland vorgezogen, »weil es dort nicht so viel regnet, wie im Berner Oberland«105 Da aber im Sommer 1936 in der ganzen Schweiz schlechtes Wetter war, verzögerte sich die Abreise nach Montana.106 Gegenüber einem erneuten Aufenthalt in Tarasp gaben die Klees aus finanziellen Gründen Montana den Vorzug.107 Im Gegensatz zum Grand Hotel Kurhaus Tarasp waren die Klees in der Pension Cécil viel bescheidener etwas ausserhalb des Zentrums von Montana untergebracht. Klee schätzte aber gerade die anonyme Atmosphäre des Kurbetriebs sowie die preiswerte Kost und Logis. Ein eigentliches Kurregime gab es in der Pension Cécil in Montana nicht. Wie unzählige andere Privatkliniken auf dem Hochplateau von Montana führte die Pension Cécil keinen eigenen Klinikbetrieb, sondern stellte nur die Infrastruktur für privat praktizierende Kurärzte zur Verfügung, die ihre Privatpatienten, meist Tuberkulosekranke, darin untergebracht haben.108 Im Unterschied zum ersten Kuraufenthalt in Tarasp wurde ihm diesmal von seinem Hausarzt offenbar keine strenge Kurdiät mehr auferlegt. Gleiches galt für die Klimatherapie, die Klee in Montana eher ungezwungen praktizieren konnte.

Klee musste sich oft im Freien, in der Natur oder auf seinem Balkon aufgehalten haben, denn Lily berichtete Will Grohmann, dass ihr Mann gebräunt aussehe (Abb. 8).109 Die Pension Cécil war nach den Anforderungen der alpinen Klimatherapie »ganz nach Sonne erfunden« und, wie Klee bemerkte110, ohne »Nordzimmer« mit individuellen Sonnenterrassen für Frischluft-Liegekuren, Luftbad und Heliotherapie ausgestattet.111 Die Besonnung von Montana ist so stark, dass seit Jahrhunderten ein grosser Teil des Südhanges des Rhonetals, einschliesslich Montanas, durch künstliche Bewässerungsanlagen mit Gletscherwasser berieselt wird.112 Neben Davos waren Arosa, Leysin und Montana als Lungen-Kurorte von Bedeutung.113 Während das Luftbad neben seiner gezielten Anwendung bei bestimmten Krankheiten vor allem auch als Mittel der Erholung und als Abhärtungskur verstanden wurde, handelte es sich bei der Praxis des Licht- und Sonnenbadens (Heliotherapie), so wie sie von ärztlicher Seite her definiert wurde, in erster Linie um eine Behandlungsmethode.114 August Rollier (1874-1958) aus Leysin, neben Oskar Bernhard (1861-1939) die zentrale Figur der schweizerischen Heliotherapie, beschrieb die von ihm angewandte Technik folgendermassen: »Die Heliotherapie muss immer mit der Freiluftkur verbunden sein. Sie wird immer direkt angewandt, d. h. der nackte Körper wird der Besonnung unterzogen, (…). Sie hat immer die gesamte Körperoberfläche zum Objekt und wird allmählich gesteigert in Dauer und Ausdehnung. Die Bestrahlung hat immer bei den Füssen zu beginnen, schreitet dann kopfwärts weiter und wird mit den unteren Extremitäten beschlossen. Im Übrigen soll die Heliotherapie auch ganz individuell angewendet werden; sie muss dem Klima, in dem man sie ausübt, und der Widerstandskraft des Patienten angepasst sein, und schliesslich regelt sie sich je nach der lokalen oder allgemeinen Reaktion des Organismus.«115 Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gewannen Luft-, Licht- und Sonnenbäder als therapeutische Methoden zunehmend an Bedeutung. Im Zuge der Gründung zahlreicher Sanatorien, vor allem in den Alpen, fanden Luft- und Sonnenbäder immer häufiger Anwendung; man reagierte damit nicht zuletzt auch auf eine regelrechte Tuberkulose-Epidemie in Europa. Bei Knochentuberkulose und vielen chronischen Hautleiden konnte die vermehrte UV-Strahlung im Gebirge Heilung oder zumindest Linderung bringen.116 Sie florierten bis zur Entwicklung der Tbc-Impfung, der Tuberkulostatika und der Antibiotikatherapie in den 1940er Jahren. Nach den medikamentösen Behandlungserfolgen bei der Tuberkulose wurden viele der nun leer gewordenen Gebirgs-Sanatorien in Hotels umgewandelt, oder sie widmeten sich neuen Aufgaben wie der allgemeinen Rehabilitation, der Allergie- und Asthmabehandlung. Klee berichtete, dass sich unter den 30 bis 35 Pensionären auch Tuberkulosekranke befanden.117

Der Hinweis auf die gebräunte Haut von Klee ist auch im Kontext der Naturheilkundebewegung und des Neuen Bauens als Schönheitsmerkmal zu verstehen. Die Vertreter der Naturheilkundebewegung und des Neuen Bauens, die Luft-, Licht- und Sonnenbäder propagierten, betonten nicht nur die Gesundheit der gebräunten Haut, wie dies die Mediziner taten, sondern auch deren Schönheit.118 Das Sonnenbaden erfuhr im Nationalsozialismus eine weitere Umdeutung seiner Bedeutung und Funktion. Die von der Sonne gebräunte Haut wurde als Zeichen für »Kraft«, »Stärke« und »Abhärtung« des disziplinierten kollektiven Volkskörpers gedeutet und bildete daher ein wichtiges Element des nationalsozialistischen Körpers und Schönheitsideals.119

Das Ehepaar fühlte sich erholt, und Lily Klee war überzeugt, dass ihr Mann bald völlig gesund sein werde.120 Während seines 45-tägigen Kuraufenthalts dachte Klee offenbar »keinen Moment ans Arbeiten«, obwohl er »schöne Pastellstifte« nach Montana mitnahm.121 Lily Klee berichtete Will Grohmann kurz nach ihrer Rückkehr aus Montana, wie sich ihr Mann erst allmählich wieder mit seiner Arbeit beschäftigte.122 Die künstlerische Produktion von Klee erreichte 1936 den absoluten Tiefstand von 25 Werken.123 In zwei der 25 Werke, in Alpiner Wald 1936, 15 (15), und Eisenbahn im Gebirge 1936, 20 (20), befasste sich Klee explizit mit dem Thema alpine Gebirgslandschaft.

Medikamente während der langen Rekonvaleszenz und zusätzliche dermatologische Hautuntersuchungen bei Prof. Dr. Oskar Naegeli

Nach der Krankheitsphase mit hohem Fieber, die von Mitte November 1935 bis in den Frühling 1936 dauerte, ging es Klee vorübergehend besser, sodass er aufstehen und wieder künstlerisch tätig sein konnte.124 An Maria Marc schrieb Lily Klee kurz vor ihrer Rückkehr nach Bern optimistisch, dass sich ihr Mann im Hochgebirgskurort Montana ausserordentlich gut erholt habe und dass er bald völlig gesund sei.125 Die Klees kehrten sehr ausgeruht und ganz begeistert vom südlich-provenzalischen Klima von Montana126 am 1. Oktober 1936 nach Bern zurück.127 Trotz weiterer gesundheitlicher Fortschritte in der »Nachkur«128, die den sanften Übergang von der Erholungskur zu den Belastungen des Alltags ermöglichen sollte, brachte die Kur nicht die vollkommene Genesung. Weil sich Dr. Schorer nach den mehrmonatigen Kuren in Tarasp im Unterengadin und Montana im Kanton Wallis noch immer kein Bild über die »nicht funktionierende Haut«129 machen konnte, zog er Ende Oktober 1936130 auf Empfehlung131 von Fritz Lotmar den ordentlichen Professor für Hautkrankheiten an der Universität Bern, Prof. Dr. Oskar Naegeli (1885-1959)132 (Abb. 9) bei. Naegeli untersuchte Klees Hautfunktionen und fand sie »absolut noch in Ordnung«133; insbesondere schloss er eine durchlaufene Masernerkrankung aus.134 Gegen Blutarmut und zur Stärkung verschrieb Schorer die beiden Medikamente »Arsen-Triferol« und »Campolon«, während Klee das Hustenmittel »Dicodid« wie auch die anderen von Schorer verschriebenen Medikamente in »Volzens Fläschchen und Violen«135 weiterhin regelmässig einnahm. Das aromatisierte Eisenelixier »Arsen-Triferol« nahm Klee als Lösung von Juli bis September 1936136 ein, »ein Mittel von dem mein Mann 3 Flaschen austrank, da blutarmut nach d. Krankheit festgestellt wurde.«137 »Campolon« der Firma Bayer nahm Klee von Anfang Juni 1937 bis vermutlich Ende August. Anfang September 1937 wurde es in Form von intramuskulären Injektionen verabreicht.138 Die erste Injektion des Medikaments zur Behandlung von Blutarmut mit dem Hauptbestandteil B12 nahm Dr. Schorer selbst vor, die weiteren Lily Klee.139

Freunde machen sich Sorgen und alternative Behandlungskonzepte

Die beiden Kuraufenthalte in Tarasp und Montana förderten zwar Klees Erholung, doch blieb sein Gesundheitszustand labil. Ein »Grippeanfall«140 Mitte Januar 1937 und »eine Magenblutung infolge eines aufgegangenen Magengeschwürs«141. führten zu einem Rückschlag im erhofften Genesungsprozess von Klee. Zur Schonung und Heilung von Klees Magen verordnete Schorer eine »strenge Diät«142 sowie eine »Übergangsdiät«143 nach sechs Wochen. Trotz seines labilen Gesundheitszustandes begann Klee ab Ende Februar 1937, in Zeiten, in denen es ihm besser ging, zu arbeiten.144 Damit setzte seine letzte, intensive Schaffensphase ein, in deren Verlauf er seine Produktion, obwohl von der Krankheit schwer gezeichnet, regelmässig steigerte. Klee wird in der Folge auch zu einem neuen, »lapidar« anmutenden »zeichnerischen Stil aus linearen Formelementen« finden, der sein Spätwerk charakterisieren wird.145

Klees Freunde erhielten durch Gespräche mit Klees Ärzten den Eindruck, dass es um die Gesundheit des Künstlers schlimmer stehe, als dieser ahnte. Hermann Rupf sprach von der ärztlichen Diagnose »Lungenkrebs«146. Andere Bekannte Klees wie Irmgard Burchard (1908-1964) spekulierten über »Magenkrebs«147. Nachdem eine verbindliche Diagnose von den Ärzten immer noch nicht gestellt werden konnte, wurden Ende Februar 1937 auch alternative Behandlungen bei Antoine Nebel (1870-1954) diskutiert. Anfangs März 1937148 rieten Wassily Kandinsky und Hermann Rupf mit der Unterstützung von Otto Nebel149 dem Ehepaar Klee, den homöopathischen Arzt Antoine Nebel aus Lausanne zu konsultieren. Nebel hatte sich einen gewissen Ruf als alternativer Krebstherapeut geschaffen. Antoine Nebel behandelte seine Krebspatienten, die aus ganz Europa zu ihm reisten150, mit der naturheilkundlichen Nosodentherapie, einer Mischung aus Impfprinzip und Homöopathie. Nebel injizierte seinen Krebspatienten Nosoden, aus potenzierten Krankheitsstoffen, nach homöopathischen Verfahrenstechniken hergestellte Heilmittel (Abb. 10).151 Als Ausgangsmaterial für Nosoden dienten pathologisch veränderte Organteile, die aus abgetöteten Kulturen von Mikroorganismen (Bakterien, Viren), aus Zersetzungsprodukten tierischer Organe oder aus Körperflüssigkeiten gewonnen wurden.152 Nebel gewann seine Krebsmedikamente (Nosoden) aus Karzinomen und Sarkomen kultivierter Parasiten, die er zur Gruppe der »Oncomyxa neoformans« zusammenfasste und der grossen Familie der Myzetozoen, der Pilze, zuordnete.153 Für die Durchführung einer Nosodentherapie über Wochen und Monate gab Nebel genaue, individuell gestaltete Anweisungen und empfahl ganzheitlich wirksame hygienische, diätetische (auch nach Dr. Bircher-Benner) und medikamentöse Massnahmen. Zur Körperentgiftung der Patienten, der »Kanalisation« oder »Drainage« vorhandener oder durch die Therapie entstandener Stoffwechselprodukte über die Haut, Lunge Darm und Nieren, bediente sich Nebel einer Reihe von Heilpflanzen, die ebenso in der Homöopathie Verwendung fanden, bei Nebel aber nicht nach der hahnemannschen Ähnlichkeitsregel, sondern nach Gesichtspunkten ihrer Organbezogenheit verabreicht wurden.

Eine Behandlung bei Gustav von Bergmann (1878-1955) in der Berliner Charité 154, bei Ernst Fuhrmann155 und auch bei Wilhelm von Brehmer (1883-1959)156 wurden nach der vermeintlichen Krebsdiagnose von seinen Freunden ebenfalls in Erwägung gezogen.

Paul Klee stand alternativmedizinischen Behandlungsmethoden zwar offen gegenüber, er wollte aber zunächst die Behandlung seines Magengeschwürs abwarten und das Einverständnis für diese neuartigen und in der Schulmedizin umstrittenen naturheilkundlichen Therapieansätzen von seinem Hausarzt haben. Der Entscheid wurde auf die Zeit nach der vollkommenen Genesung von seiner Magenerkrankung und der in Aussicht gestellten neuen Kur vertagt.157 Sein Sammlerfreund Hermann Rupf bemerkte dazu: »Was die Arztwahl von Klee anbetrifft, so ist es äusserst schwer hier etwas zu tun, weil er erstens von seinem langjährigen Freunde Dr. Lotmar und dazu von Professor Schorer behandelt wird und volles Vertrauen in sie hat«.158

Glückliche Tage im Ferienhäuschen von Maria Marc im Tessin

Von »anfang September«159 1937 weilte das Ehepaar Klee mit ihrer Katze Bimbo160 in einem kleinen Ferienhaus in Ascona, das sie von Maria Marc »billig für mehrere Monate«161 übernehmen konnten, da diese in Deutschland weilte.162 Die von Lily Klee in einem Brief an Will Grohmann als »Häuschen«163 beschriebene »Casa Adula«164 lag »auf halber Höhe des Monte Verità auf d. sogenannten collina« und umfasste »3 kleine Räumen«: »Einem Arbeitszimmer für »ihn«, daneben ein winziges Schlafzimmer mit 1 Couch (...) 1 Wohnzimmer mit einer Couch, wo ich schlafe. Darin steht noch zu meiner Freude ein schöner Flügel. Ausserdem ist noch eine kleine, aber erlesene Bibliothek da. Küche u. Bad mit Boiler. Vorn eine Loggia mit Blumen u. märchenhafter Blick auf See, Berge. Zwischen südlich üppigen Gärten u. Weinbergen gelegen« (Abb. 11).165 Sein Gesundheitszustand war nach wie vor labil, besserte sich jedoch während des Aufenthalts im südlichen Tessin merklich. »Alle 2 Tage« verabreichte Lily ihrem Mann »eine Einspritzung mit Campolon«166, und das Klima des schönen und milden Herbstes des Tessins bekam Klee »ausgezeichnet«167, sodass er auch viel weniger als in Bern »husten«168 musste. Klee ging »(...) viel spazieren was ihm gar keine Anstrengungen (...)«160 mehr zu machen schien und auf den »günstigen Einfluss« der »Luftveränderung« zurückzuführen sei, so Lily in einem Brief an Will Grohmann.170 Zum ersten Mal nach Klees Erkrankung schien das Ehepaar Klee glücklich zu sein: »Wir fühlen uns hier sehr glücklich«١٧١ schrieb Lily Klee an ihrem »Hochzeitstag« (15.9.1937) an Will Grohmann. Im Gegensatz zu den früheren Kuraufenthalten war Paul Klee in Ascona künstlerisch produktiv und empfing manche Freunde und Bekannte172, die im Tessin lebten oder gerade Ferien machten. Bis zur Abreise, »vermutlich am 4.11.1937«173, entstanden im »Arbeitsraum mit grossem Tisch und Staffelei«174 Werke, worunter »sehr farbige und interessante Pastelle«175 (Lily) die Klee »nach Lust«176 (Klee) malte, wie weich liegend, 1937, 155, oder Schicksal eines Kindes, 1937, 180, von denen er nachweislich 53 in sein Werkverzeichnis von 1937 aufnahm und in blauer Tinte mit »Ascona« kennzeichnete.177

»Die Ärzte scheinen mehr zu wissen als wir alle ahnen«

Nachdem die Ärzte Schorer und Lotmar ihre ursprüngliche Diagnose »Masern« Ende Oktober 1936 infrage stellten, machten sie von ihrem therapeutischen Privileg offenbar Gebrauch, die neue Diagnose »Lungenkrebs« den Klees aus therapeutischen Gründen zu verschweigen, um »das Lebensende [von Klee] so leicht und angenehm wie möglich [zu] gestalten wie auch Frau Klee möglichst von der Wahrheit [zu] verschonen, da sie sonst in furchtbare Ängste kommt und doch nichts weder für sie noch für ihn dabei herausschaut.«178 Die Ärzte entschieden sich jedoch, die letale Diagnose dem engen Freund der Familie, Hermann Rupf, Ende 1936 bekanntzugeben179, während sie gegenüber den Klees die unspezifische Diagnose »Drüsen- und Hautfunktionsstörungen« und »Stoffwechselstörungen verursacht durch ein Magengeschwür« vertraten.180

Heute gehört die Bekanntgabe der Diagnose und Aufklärung über mögliche Heilungschancen zu den allgemeinen Berufspflichten eines jeden Arztes, unabhängig davon, ob er privatrechtlich tätig ist oder in einem öffentlichen Spital arbeitet. Ärzte können ausnahmsweise von einer Aufklärung des Patienten absehen, man spricht vom sog. »Therapeutischen Privileg« (»informed consent«), wenn die Gefahr besteht, dass der Patient dadurch erheblichen psychischen Schaden (»Aufklärungsschaden«) nehmen könnte.181

Zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts wurde das Therapeutische Privileg von den Ärzten und den Angehörigen noch vermehrt in Anspruch genommen.182

Durch Rupf wurden Wassily und Nina Kandinsky sowie Otto Nebel ebenfalls über die Krebsdiagnose von Klee in Kenntnis gesetzt. Entsprechend traurig und ohnmächtig waren sie über Klees aussichtslose Situation.183

Gerüchte über Klees bevorstehenden Tod und der Besuch von Will Grohmann über Ostern 1938

Über Ostern 1938 besuchte Will Grohmann die Klees in ihrer Wohnung am Kistlerweg 6 in Bern, wie aus einem Brief von Lily an ihre Freundin Gertrude Grote hervorgeht.184 Der Besuch führte bei Klees Berner Freunden Hermann Rupf und Otto Nebel zur Spekulation über Klees baldiges Ableben. Wohl als Folge der grossen Betroffenheit über Klees verschlechterten Gesundheitszustand vor Ostern 1938 deutete Rupf eine Äusserung Klees, die in einem Brief von Will Grohmann (16. März 1937) an Rupf wiedergegeben ist, als konkretes Vorhaben: »(...) Einmal, kurz vor der Abreise, sagte mir Klee, im Beisein von Lily, er habe daran gedacht, dass ich, wenn ihm einmal etwas zustosse, mich um den künstlerischen Nachlass kümmerte. Das wollte ich auch gern tun, denn es hängt viel davon ab. Hat er selber geahnt?? Auf alle Fälle müsste ich, wenn es so steht, nochmals nach Bern kommen u. ich würde dann gern Ihre einladung annehmen u. bei Ihnen wohnen, wenn es möglich ist. (...)«.185 Rupf zog Nebel darüber ins Vertrauen und setzte dadurch das Gerücht in die Welt, ohne darauf hinzuweisen, dass Lily in die Pläne von Klee eingeweiht sei.186 Nebel notierte nach einem Besuch bei den Klees am 11. Mai 1938 in sein Tagebuch: »Wir besuchten Herrn Rupf. (...) Er machte uns mit der erschütternden Tatsache bekannt, dass Paul Klees Zustand hoffnungslos sei. Der Kranke habe aus diesem Grunde Herrn Grohmann kommen lassen. Lily Klee soll ‚nicht ahnen‘ wie es stehe. (...)«.187 Tatsächlich war der Besuch von Grohmann bereits Anfangs 1938 »spätestens zu Ostern, vielleicht vorher«188 geplant, und Hermann Rupf wurde darüber von Grohmann frühzeitig informiert.189 Das gleich galt für Lily, die den genauen Besuchstermin mit Grohmann brieflich koordinierte.190 Der Grund für den Besuch von Grohmann bei Klee war offenbar nicht die Nachlassregelung, sondern dieser erfolgte, »um die beste Produktion v. Klee 1937/38 sich anzusehen«191, wie aus einem Brief von Lily an den 1937 von Berlin nach New York emigrierten Kunsthändler Curt Valentin zu erfahren ist. Ferner ging es darum, die Klee-Ausstellung zum 60. Geburtstag des Künstlers im Kunsthaus Zürich vorzubereiten.192 Der Besuch Grohmanns wurde von Felix Klee fotografisch festgehalten (Abb. 12). Dieser verbrachte gemeinsam mit seiner Ehefrau Efrossina (genannt Phrosca) Ostern bei seinen Eltern in Bern.193 Sie wohnten bei Klees Vater Hans194, während Grohmann im »Dachstübchen«195 der Klees am Kistlerweg untergebracht war.196 So fand ein lebendiges Ostertreff bei den Klees statt, wie Lily in einem Brief an Gertrud Grote mitteilte: »(...) Da können Sie sich denken wie lebhaft es bei uns zuging bis in d. späte nacht. Wir machten auch Frühlingsspaziergänge zusammen, fuhren auf den Gurten (Aussichtsberg bei Bern) u. so. w. (...).«197 Entgegen den Befürchtungen von Rupf und Nebel über Klees baldigen Tod, verbrachte dieser eine schöne Osterzeit. Nach der gesundheitlichen Krise »ca 14 Tage bis 3 Wochen vor Ostern«198 liessen die unangenehmen Beschwerden bei Klee kurz vor Ostern »plötzlich nach«199 und es stellte sich eine Phase der Besserung ein, die Lily Klee »hoffen« liess.200 Die Diagnose auf Krebsverdacht wurde von den Ärzten offenbar wieder bezweifelt, denn es fanden weitere dermatologische Abklärungen am Universitätsspital statt.201 Die hoffnungsvolle Stimmung, die in den Fotografien von Felix zum Ausdruck kommt, hing wohl nicht nur mit der Überwindung seine gesundheitlichen Krise ab, sondern auch mit dem sich abzeichnenden Durchbruch auf dem US-amerikanischen Kunstmarkt202 sowie mit der geplanten Gesamtausstellung im Kunsthaus Zürich.203 Auch der Plan zu einer grossen Klee-Monografie von Grohmann, die damals womöglich in Arbeit war, trugen zur positiven Stimmung bei.204 Osamu Okuda ist der Meinung, dass diese neue hoffnungsvolle Stimmung im Gemälde Vorhaben, 1938,126 (J6), das in der Atelierfotografie zu sehen ist, konkretisiert sei.205

Finale Diagnose »vasomotorische Neurose« – retrospektive Diagnose Sklerodermie

Der Zustand des Künstlers blieb in der Folge stabil, wenn auch von ständigen Schluckstörungen, Magen- und Darmbeschwerden und körperlicher Schwäche geprägt. Zumindest wurden die Symptome bis Mai 1940 nicht schlimmer. Die Therapie blieb im Wesentlichen unverändert. Nachdem Klees Ärzte lange ein Drüsenleiden vermuteten und zeitweise eine Krebserkrankung in Erwägung zogen, glaubten sie 1938 an eine nervliche Ursache seines Leidens. Der Internist Schorer einigte sich mit dem Dermatologen Nägeli und dem Neurologen Lotmar auf eine »organische Nervenkrankheit«206, genauer auf die »Vaso motorische Neurose« (Vasomotorische Neurose).207 Lily Klee teilte diese Diagnose im Dezember 1938 ihrer Freundin Gertrud Grote in einem Brief mit und betonte, die Möglichkeit der Heilung sei »durchaus gegeben«, aber sie verlaufe »sehr langsam« (Abb. 13). 208

In der bisherigen Klee-Literatur209, abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen210, ging man davon aus, dass Klee an der seltenen Bindegewebskrankheit »Sklerodermie« litt, ohne jedoch explizit darauf hinzuweisen, dass es sich dabei um eine retrospektive Diagnose, also die Identifikation einer historischen Krankheit mit einer modernen Krankheitsdefinition handelt, denn zu Klees Lebzeiten wurde die Diagnose »Sklerodermie« nie gestellt.211 Sklerodermie (engl. Scleroderma), eine Verhärtung der Haut, ist eine damals wie noch heute unheilbare und tödlich verlaufende Erkrankung des Gefäss- und Bindegewebesystems.212 Seit den 1950er Jahren etablierte sich die retrospektive Diagnose »Sklerodermie« in der Klee-Literatur. Daniel-Henry Kahnweiler bezeichnete 1950 als Erster die Krankheit von Klee als »eine Art Hautsklerose«213, und Carola Giedion Welker benutzte den medizinischen Fachterminus »Scleroderma« zur Benennung von Klees Krankheitserscheinung in ihrer englischsprachigen Klee-Monografie von 1952.214 Als Augenzeugen bezeichnete Will Grohmann in seiner 1954 erschienen Klee-Monografie die »heimtückische Erkrankung« von Klee ebenso als »Sclerodermie«215, wie Ju Aichinger-Grosch in ihren 1959 publizierten »Erinnerungen an Paul Klee«.216 In seinem Standardwerk mit dem Titel »Paul Klee. Die farbigen Werke im Kunstmuseum Bern« übernahm Jürgen Glaesemer 1976 die retrospektive Diagnose, ohne auf seine Quelle hinzuweisen.217

Zurzeit von Klees Krankheit in den Jahren 1935 bis 1940 werden in der Medizin gleichzeitig drei Theorien zur Sklerodermie vertreten: Die »endokrine Theorie«, die »Nerventheorie« und die »Gefässtheorie«.218 Aus der von Lily Klee genannten ärztlichen Diagnose »vasomotorische Neurose« geht hervor, dass die behandelnden Ärzte Klees Krankheitsbild dem Cassirerschen Formenkreis der »vasomotorisch-trophischen Neurosen«219 zuordneten, wodurch sie sich als Vertreter der »Nerventheorie« auswiesen.220 Der Terminus »vasomotorisch-trophische Neurosen« spiegelt die am weitesten verbreitete Theorie zur Pathogenese der Sklerodermie in den 1930er Jahren des 20. Jahrhunderts.221 Klees Ärzte stützen sich bei ihrer Diagnose »vasomotorische Neurose« vermutlich auf die Veröffentlichungen des Berliner Neurologen und Lehrers von Fritz Lotmar, Richard Cassirer (1868-1925), aus den Jahren 1901, 1912, 1914 und 1924.222

Der Formenkreis »Vasomotorisch-tropische Neurosen« umfasste nach Richard Cassirer, »dem erfahrensten Monographen der vasomotorischen und tropischen Neurosen«223, Krankheitsbilder mit funktionellen Störungen der Gefässnerven (Vasomotilität) sowie pathologischen Störungen des Ernährungszustandes von Geweben und Organen (Trophik) unbekannter Ursache.224 Unter dem Gattungsbegriff der »Vasomotorisch-tropische Neurosen« zählten die Vertreter der Nerventheorie auch die Sklerodermie, wobei deutlich darauf hingewiesen wurde, dass eine klare Abgrenzung der Krankheiten innerhalb der Gruppe der »Vasomotorisch-tropischen Neurosen« keinesfalls absolut scharf und zuverlässig, sondern schwierig sei.225 Die von Klees Ärzten diagnostizierte »Vasomotorische Neurose« kann dem cassirerschen Formenkreis der »Vasomotorisch-tropischen Neurosen« zugeordnet werden.226

Allerdings unterliessen es die Ärzte, die bei Klee festgestellte funktionellen Störungen der Gefässnerven, die «organische Nervenkrankheit«, »die Nerven der Blutgefässe u. Drüsen die erkrankt sind u. diese schweren Störungen verursachen«, einem konkreten Krankheitsbild aus dem Formenkreis der vasomotorisch-trophischen Neurosen zuzuordnen. Weshalb haben die Ärzte von Klee nicht Sklerodermie als Bezeichnung von Klees Krankheitsbild verwendet, sondern »Vasomotorische Neurose«? Und dies, obwohl der vom Hausarzt Schorer beigezogene Hautspezialist Oskar Naegeli das Krankheitsbild »progressive diffuse Sklerodermie« sehr gut kannte und der Begriff »Sklerodermie« unter Schweizer Ärzten in der zweiten Hälfte der 1930er Jahren verbreitet war.227 Die Ärztin Gabriele Castenholz wies 2000 in ihrer Dissertation zurecht darauf hin, »(...) dass die Bezeichnung ‚Sklerodermie‘ seitens der Ärzte, die P. Klee behandelt haben, gar nicht verwandt wurde«.228 Allerdings gab sie die von Lily Klee im Brief erwähnte Diagnose »Vasomotorische Neurose« als »vasomotorisch-tropische Neurose«229 wieder und setzte sie der Sklerodermie gleich.230 Die von den Ärzten über die Dauer von mehr als zwei Jahre231 sorgfältig gestellte Diagnose »Vasomotorisch Neurose« wurde von Lily bestimmt korrekt wiedergegeben, und Klee gaben sie umgangssprachlich als »neurotischen Blutgefässstörung«232 bei der Einbürgerungsbehörde zu Protokoll.Der Dermatologe und Verfasser der bisher umfassendsten Monografie »Paul Klee und seine Krankheit (...)«, Hans Suter, stützte sein retrospektive Diagnose Sklerodermie wie zuvor schon Castenholz233 auf das Therapeutische Privileg der Ärzte, die Diagnose Sklerodermie Paul Klee und seiner Familie vorzuenthalten, ohne jedoch entsprechende historische Quellen zu nennen, wie zuvor bei der Diagnose »Krebs«.234 Bei dieser waren Klees Freunde von den Ärzten informiert worden, während sie diese den Klees verschwiegen.235

Man wusste damals unter Ärzten, dass bei »chronisch, progressiver Sklerodermie«236 nicht ausschliesslich die Haut, sondern auch die tiefer liegenden Teile, die Schleimhäute, das Unterhautgewebe, die Knochen, Muskeln und Gelenke befallen sein konnten.237 Die Erkenntnis bezüglich dieser Generalisierung des sklerotischen Prozesses war zu jenem Zeitpunkt also bekannt,238 aber eine frühzeitige Diagnose der progressiven diffusen Sklerodermie war im Gegensatz zu den sicht- und tastbaren Formen der zirkumskripten (umschreibenden) Sklerodermie nicht einfach zu stellen.239 Cassirer wies in seinem Standardwerk »Die vasomotorisch-trophischen Neurosen« auf die Schwierigkeit hin, besonders im Anfangsstadium Symptomkomplexe den von ihm vorgeschlagenen Unterabteilungen des Krankheitsfeldes »Vasomotorisch-trophische Neurosen« zuzuordnen.240 Obschon Oskar Naegeli der Ansicht war, die »progressive diffuse Sklerodermie« anhand von frühsymptomatischen Hautveränderungen erkennen zu können und der Fall die Berner Medizinische Fakultät zu interessieren begann,241 stellten die Ärzte von Klee trotzdem die Diagnose »Vasomotorische Neurose« und bezeichneten sie umgangssprachlich mit »neurotischer Blutgefässstörung«.242 Beim Zeitpunkt der Diagnosestellung 1938 standen bei Klee noch keine wesentlichen pathologischen Hautveränderungen im Vordergrund, weshalb die Ärzte ihr Augenmerk auf die funktionellen vasomotorischen Störungen legten und das diffuse Krankheitsbild mit »vasomotorische Neurose«, benannten.243

»Nach Beatenberg zur Kur«

Vom 15. August bis zum 24 September 1938 begeben sich Paul und Lily Klee gemeinsam zur Erholung in den Berner Oberländer Kurort Beatenberg; schon als Kind verbrachte Paul Klee seine Ferien im sonnigen Kurort oberhalb des Thuner Sees im Hotel seiner »Erbtanten«.244 Die Klees bewohnten drei Zimmer eines Chalets (»Heimat«), das zum Hotel Post gehörte.245 Da Klee »i(mm)er eine besti(mm)te Diät einhalten muss«, gingen sie »nicht im Hotel essen«, sondern bereiteten sich ihre Mahlzeiten selbst zu.246 Der »milde lange Herbst«, die »mittlere Höhe« und die »heilkäftig[e]« Luft von Beatenberg trugen dazu bei, dass sich Klee zur vollen Zufriedenheit seines Arztes Schorer »ausserordentlich« gut erholte.247 Klee war in Beatenberg künstlerisch tätig. Die weisse Arbeitsschürze von Klee, die auf der Fotografie von Beatenberg zu sehen ist, zeugt davon (Abb. 14). Welche und wie viel Werke in Beatenberg genau entstanden sind, lässt sich nur vermuten, da entsprechende Hinweise im handschriftlichen Oeuvrekatalog fehlen.

»Ruhe nötig«! Der Nervenzusammenbruch von Lily Klee und die anschliessende Erholung im Kurhaus Sonnmatt bei Luzern

Im Frühjahr 1939 erlitt Lily Klee einen Nervenzusammenbruch, sodass sie sich einer mehrmonatigen Kur unterziehen musste. Laut einem Brief von Hermann Rupf an Wassily und Nina Kandinsky vom 8.5.1939 waren durch die lange Krankheit die Nerven von Lily Klee »stark angegriffen«, und es war »Ruhe nötig«.248 Hinzu kamen die Verfemungen Klees durch Hitlerdeutschland, die zum Kollaps geführt haben, wie aus einem Brief von Lily Klee an ihre Freundin Gertrud Grote zu erfahren ist: »D. Überanstrengung hängt mit d. schweren jahrelangen Krankheit m. Mannes zusammen u. mit dem vielen damit verbundenen seelischen Kummer. Oder glauben Sie dass die Diffamierung m. Mannes ebenso wenig wie bei ihm spurlos an mir vorüber gegangen wäre? die ich ebenso wie er so hochsensibel veranlagt bin. Wäre ich es weniger! Dann hätte ich nicht so viel durchgemacht. So kam Alles 6 Jahre nachher über mich nachträglich.«249 Es stellten sich jene Symptome ein, die sich schon 1930 gezeigt hatten: Schlaflosigkeit und nervöse Störungen. Diese waren verbunden mit Albträumen, schreckhaftem Aufwachen, Schweissausbrüchen und Zittern.250 Lily wandte sich an den »Seelenarzt« Dr. Fritz Lotmar in Bern. Diese diagnostizierte eine »völlige Unterbilanz der Nervenkräfte« infolge der Überanstrengung durch die jahrelange Pflege ihres Mannes.251 Seit Beginn der Erkrankung Klees war seine Frau Lily die wichtigste Pflege und Bezugsperson. Die Haus- und Krankenpflege wurde mehrheitlich durch sie besorgt. Zu Beginn der Krankheit, als der Gesundheitszustand von Klee zum ersten Mal kritisch war, wurde sie in der Krankenpflege während mehrerer Monate von Ju Aichinger-Grosch, einer nahen Bekannten der Familie, unterstützt, die in dieser Zeit beim Ehepaar Klee wohnte.252 Später erledigten die Klees die Haus- und Krankenpflege selbstständig. »2 x die Woche 2 Nachmittage ein Mädchen u. macht gründl. sauber. D. große Wäsche wird ausgegeben«.253 Lily Klee kümmerte sich auch um die Korrespondenz und das Finanzielle ihres Mannes, sodass sich dieser zu Zeiten guter körperlicher Verfassung vollkommen auf seine künstlerische Arbeit konzentrieren konnte.254 Bereits vor Klees Erkrankung weilte Lily Klee 1930 und 1933 im Kurhaus Sonnmatt (Abb. 15).255 In einem Brief an ihren Sohn Felix gewährt sie ihm Einblick in die Ursachen und Gründe ihres Nervenleidens: »Du musst auch nicht. Gründe m. Nervenerkrankung vergessen. Dass ich von früher Jugend schwer arbeiten musste u. bis zum Jahr 21, ohne mich je schonen zu können, gearbeitet habe, leider erheblich mit schwachen Nerven belastet (von m. l. Mutter her.) Einmal hat sich das nun gerächt. (...) Sieh das Leben war seit d. Tod meiner Mutter als ich 16 Jahre alt war ein schwerer Kampf für mich. Meine Ehe war bis ca zum Jahr 1920 ein schwerer finanzielle Kampf um unsere 3 Existenz u. vor allem dass Vater sich in Ruhe entwickeln konnte (...). Meine Nerven waren immer auf Heftigste angespannt. Dann kann der Schmerz, dass ich mein einziges Kind selbst nicht eigentll. aufziehen konnte, des Berufes wegen, der mich den ganzen Tag von hause fern hielt. (...) Auch Krankheiten u. stete Geldsorgen haben uns nicht verschont. Urteile selbst, nun als reifer Mensch, ob es verwunderlich ist, dass es einmal einen Nervenzusammenbruch geben musste.«256 Lily Klee litt bereits vor ihrem Mann an einer »Nervenerkrankung«257 und war deshalb im Sommer 1927 im Sanatorium »Stillachhaus« bei Obersthof in Behandlung.258 Die Ursachen ihres Nervenleidens vermutete sie in einer genetischen Disposition, die durch psychosoziale und psychosomatische Faktoren verstärkt wurden. Zu Beginn waren es finanzielle Zukunftsängste und die innere Zwiespältigkeit gegenüber ihrem Sohn. Später verstärkten sich körperlichen Beschwerden wie Schlaflosigkeit und nervöse Störungen, denen psychische Ursachen als Folge politischer und beruflicher Umbrüche nationalsozialistischer Herrschaft zugeordnet werden konnten. Ab 1935 litt sie unter den Folgen der schweren Erkrankung ihres Mannes.259

Während Lily Klees vierten Aufenthalt auf der Sonnmatt 1939 wurde sie von demselben Arzt, Dr. F. Grote, betreut wie schon 1930 bei ihrem ersten Besuch.260 Dieser bestätigte die Diagnose von Lotmar und stellte eine »kl. Störung im Kreislauf« fest als Folge einer »schwere[n] Nervenstörung«, wohingegen das »Herz gesund« sei.261 Der Kurarzt verordnete ihr Ruhe und Diät und gab ihr Hoffnung auf baldige Genesung.262 Der Kuraufenthalt von Lily Klee dauerte vom 16. April 1939 bis zum 16. Juni 1939.263 Klee blieb während dieser Zeit alleine in Bern und widmete sich seiner künstlerischen Arbeit, worunter dem Werk das kranke Herz, 1939, 382 (Abb. 16), in dessen Bildthematik Osamu Okuda einen autobiographischen Bezug vermutet.264

Trotz Bedenken bezüglich unangenehmer Darmprobleme (»Durchfallerlebnisse im Auto«) infolge seiner Krankheit nutzte Klee die Mitfahrgelegenheit von Freunden und besuchte seine Frau zweimal während ihres Kuraufenthalts.265 Bei dieser Gelegenheit sah er gemeinsam mit Lily die Auktionsvorschau der Galerie Fischer in Luzern mit Werken aus deutschen Museen beschlagnahmter »Entarteter Kunst«.266 Klee erfuhr aus der Presse und durch Freunde von seiner ungewollten Teilnahme an der Nazipropagandaschau »Entartete Kunst«. Laut Lilys Brief an Felix schaute sich Klee die Bilder der Auktionsvorschau der Galerie Fischer sehr genau an, und sie zeigte sich ihrer Freundin Gertrud Grohmann gegenüber tief beeindruckt von der »hochinteressanten und zugleich erschütternden Kunstausstellung«, als sie die Ausstellung ein zweites Mal besuchte.267

Ferien in Faoug268

Im Herbst, »(...) vom 1. Sept[ember] bis zur letzten Oktoberwoche«269 1939 weilten Paul und Lily Klee in Begleitung einer Haushaltshilfe für knapp zwei Monate in einem Ferienhaus im waadtländischen Faoug am Murtensee. Die Abreise erfolgte am Tag des Einmarsches der deutschen Wehrmacht in Polen und der anschliessenden Ausrufung der Kriegsmobilmachung der Schweizer Armee. Der Überfall Polens und die Kriegsmobilmachung von 450‘000 Soldaten und 200‘000 Hilfsdienstpflichtigen führten zu einer grossen Aufregung in der Schweizer Bevölkerung. »In trübster Stimmung« seien sie nach Faoug gefahren, wie Lily Klee ihrer Freundin Gertrude Grote berichtete.270 Die Klees mieteten sich ein Appartement mit drei Zimmern und einer Küche, das etwas ausserhalb des Städtchens an der alten Landstrasse auf halbem Weg nach Murten lag.271

Sofern es das Wetter zuliess, badeten die Klees im noch immer warmen See.272 Sie unternahmen Ausflüge in die nähere Umgebung, besichtigten Pfahlbausiedlungen am See, und sie genossen die Naturschutzgebiete auf Spaziergängen entlang des Ufers des Murtensees.273 Mehrere Male besuchten sie auch Petra Petitpierre (1905–1959) und ihre Tochter Simone Petitpierre-Rasser im nahen Murten (Abb. 17).274

Die Klees nahmen auch Anteil am Schicksal der »vielen Flüchtlingskinder«, die unweit von ihrem Ferienhaus in der Ecole dHumanité des deutschen Reformpädagogen und Gründers der Odenwaldschule Paul Geheeb (1870–1961) und seiner Frau Edith Geheeb-Cassirer (1885–1982) im Schloss Greng provisorisch untergebracht waren.275 Sobald das Klima rauer wurde, kehrte das Ehepaar Klee nach Bern zurück.276 Während seines Ferienaufenthaltes in Faoug war Klee auch künstlerisch tätig.277 Aus seinen handschriftlichen Eintragungen im Werkverzeichnis geht hervor, dass in Faoug 105 Werke entstanden sind. Es sind dies die Nummern 1939, 894 bis 1939, 1000, darunter zweiunddreissig mehrfarbige und zweiundsiebzig einfarbige Werke. Die Abgeschiedenheit und Ruhe von Faoug sowie das milde Klima des Murtensees wirkten sich offenbar günstig auf Klees Krankheitsverlauf aus. Lily Klee berichtete ihrer Freundin Euline Grohmann nach der Rückkehr nach Bern, dass es ihrem Mann »relativ ordentlich« gehe, »abgesehen von kleineren Beschwerden«278.

Entartet, Krankheit und Einbürgerungsverfahren

In der nationalsozialistischen Wanderausstellung »Entartete Kunst« zählte Klee zu den verfemten modernen Künstlern. Seine 1921 entstandene Lithografie Die heilige vom inneren Licht, 1921,122 wurde der Arbeit eines Geisteskranken gleichgesetzt.279 Während die Kampagne gegen die »entarteten Künstler« in Deutschland für viele Betroffene eine existenzielle Bedrohung darstellte, erlebte Paul Klee im Schweizer Exil subtilere Formen der Ausgrenzung. Jakob Welti, Kulturredaktor der »Neuen Zürcher Zeitung«, setzte im März 1940 eine Ausstellung schweizerischer Maler im Kunsthaus Zürich der vorangegangenen Klee-Ausstellung am selben Ort entgegen: »Nach der interessanten März-Exkursion in das eigenartige, vielen Besuchern zu hoch gelegene Schizophrenelisgärtli Paul Klees, befindet man sich wieder in den klimatisch und optisch vertrauteren Gefilden der schweizerischen Mittellandsmalerei.«280 NZZ-Redaktor Jakob Welti dürfte sich bei seinem Kalauer »Schizophrenelisgärtli« auf Klees Bild Gebirgs-Gärtlein 1939, 130 bezogen haben (Abb. 18). Dieses Werk war Bestandteil der Klee-Ausstellung im Zürcher Kunsthaus vom Februar/März 1940. Mit der Wortkombination »Schizophrenelisgärtli« übernahm er aber einerseits einen problematischen Begriff der totalitären Kunstkritik Nazideutschlands, andererseits spielte er mit seinem Kalauer auf die östliche Kuppe des Glarner Glärnisch-Massivs an, dem »Vrenelisgärtli« (Abb. 19).281 Die Zürcher Kunstkritikerin Carola Giedion-Welcker schreibt in ihrer Klee-Biografie über ihre Begegnung mit dem Künstler Anfang Mai 1940: »Er schien mir damals sehr verärgert und bedrückt durch die kritischen Entgleisungen der Presse, die einen gefährlichen Einfluß auf sein Leben in der Schweiz – wie er meinte – gewinnen konnten, weil sie sein Ansuchen um das Schweizer Bürgerrecht bei den Berner Behörden empfindlich zu stören, wenn nicht gar zu vereiteln drohten.«282

Laut Polizeibericht vom Juli 1939, der im Rahmen des Einbürgerungsverfahrens von Paul Klee erfasst wurde, gab Klee zu Protokoll: »Litt vor Jahren wahrscheinlich an einer neurotischen Blutgefäs[s]störung. Ist jedoch heute nicht mehr in ärztlicher Behandlung und fühlt sich wieder hergestellt«.283 Tatsächlich war Klee 1939 nach wie vor in ärztlicher Behandlung und litt an den Folgen seiner Erkrankung. Wie Otto Karl Werckmeister nachweist, spielten beim Ausfüllen des Einbürgerungsantrages um eine schweizerische Staatsbürgerschaft auch taktische Überlegungen eine Rolle.284 Klees Aussage war aber nachvollziehbar angesichts des Umstands, dass die Schweizer Behörden in jener Zeit die Einbürgerung streng handhabten und der Gesundheitszustand des Bewerbers bei der Beurteilung eines Gesuchs eine entscheidende Rolle spielte. Vor dem Hintergrund des Vorwurfs der Geisteskrankheit von Paul Klee, der auch in der Schweiz latent vorhanden war (»Schizophrenelisgärtli«) und der auch im mehrteiligen dem Polizeibericht als Anlage beigefügten »geheimen Polizeirapport«285 zum Ausdruck kam, war die von Klee im Polizeibericht angegebene Diagnose »neurotische Blutgefäs[s]störung« problematisch. Obschon in der medizinischen Fachliteratur verschiedentlich darauf hingewiesen wurde,286 dass beim Krankheitsbild »Vasomotorische Neurose« die Bezeichnung »Neurose« nicht psychogen, sondern organisch zu verstehen sei, wurde der Begriff »Neurose« schon früh gleichbedeutend mit »Geisteskrankheit« oder »Nervenleiden« gebraucht.287 Klee war sich der Problematik um seinen Gesundheitszustand in Zusammenhang mit seiner Einbürgerung bewusst, da er sich gegenüber Carola Giedion-Welcker dazu äusserte.288 Klee beauftragte zunächst seinen Anwalt, den Artikelverfasser der Neuen Zürcher Zeitung wegen Rufschädigung einzuklagen, dass er in einer nächsten Nummer den Vorwurf der Geisteskrankheit zu berichtigen habe. Um in der Öffentlichkeit und bei den Behörden kein weiteres Aufsehen zu erregen, verzichtete er jedoch auf eine Gegendarstellung.289

Schluckbeschwerden – sclerodermatische Veränderungen – eine besondere Form trophischer Störungen?

Klees Künstlerfreund Otto Nebel schreibt im Februar 1940 in sein Tagebuch, Klee habe einen gesundheitlichen Rückfall erlitten. Er sehe sehr schlecht aus, nämlich »ledergelb und dünn«.290 Das Anziehen der Schuhe sowie das Treppensteigen in die im dritten Stock gelegene Berner Wohnung am Kistlerweg 6 bereite dem Künstler schreckliche Mühe.291 Klees Leiden war unter anderem begleitet von schweren Schluckbeschwerden. Besuchern wie Carola Giedion Welcker fiel auf, dass Paul Klee wiederholt in der Küche verschwand, wo er flüssige Nahrung zu sich nahm, die er selbst zubereitete (Abb. 20).292

Felix 1960 dazu rückblickend: »Mein Vater hatte oft mit dem Essen Mühe, den die unelastisch gewordene Speiseröhre beförderte die feste Nahrung nicht mehr zu Magen. Wenn auch dieser Zustand periodischer unterschiedlich war, so muss mein Vater doch von Beginn seiner Krankheit bis zu seinem Tod fast fünf Jahre lang unsäglich darunter gelitten haben.« Und zu Sabine Rewald 1989: »Seine Speiseröhre war nicht mehr elastisch. Nicht einmal ein Reiskorn rutschte ihm hinunter. Er konnte monatelang nur flüssige Nahrung zu sich nehmen. Kein Stück Brot, nichts! Weil er diese Schluckbeschwerden hatte, hat er auch immer allein gegessen. Auf sein Herz war belastet, und er musste das Rauchen und die Violine aufgeben. Er hat abgenommen, die Haut hat sich gespannt, und sein Aussehen hat sich verändert«.293

Es schien, als ob sich bei Klee »Eine besonderen Form trophischer Störungen« manifestierte, die Rudolf Cassierer in seiner Abhandlung über »Die vasomotorisch trophischen Neurosen« von 1914 »als sclerodermatische Veränderungen bezeichnet (e )« und »die sich dem Namen zum Trotz nicht allein in der Haut, sondern in allen Geweben des Körpers, in der Unterhaut, in den Muskeln, in den Gelenken, in den Knochen, selbst in den inneren Organen finden.«294 Der Pariser Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler besuchte Klee Anfangs Juli 1939 in seinem Berner Atelier.295 Kahnweiler schrieb später über die Begegnung: »Seine Krankheit zwang ihm selbst den Stil seiner Spätwerke auf, in denen an Stelle der früheren Kritzeleien grosszügige Striche und Flächen traten, weil sein Arm schwerer beweglich wurde296 Die Aussage von Kahnweiler legt nahe, dass die Krankheit langsam auch Klees periphere Körperteile erreichte. Dies könnte der Grund sein, weshalb Klees Ärzte aus damaliger Unkenntnis seines sehr seltenen Krankheitsbildes dieses nicht der Sklerodermie, sondern dem übergeordneten Formenkreis der vasomotorisch-trophischen Neurose zuordneten.

Kurhaus Viktoria in Locarno-Orselina297

Nach einem – gemäss Lily Klee – »nicht gerade ein. herrl. Winter «298 begab sich Paul Klee am 10. Mai 1940 ins private Kurhaus Viktoria in Locarno-Orselina (Abb. 21).299 Bis zur Abreise zu seinem Kuraufenthalt ins Tessin notierte Klee 366 Nummern in seinem Œuvrekatalog.300 Es ist anzunehmen, dass Klee im Tessin wegen seiner fortschreitenden Krankheit nicht mehr künstlerisch tätig war. Eine Woche später reiste Lily ihrem Mann nach, »getrieben von innerer Unruhe« und zur Kurierung ihrer Magen-Darm-Beschwerden.301 Chefarzt des Kurhauses Viktoria für physikalisch-diätetische Heilmethoden war der aus Zürich stammende Hermann Bodmer (1876–1948). Bodmer war mit Hermann Hesse befreundet und mit der Malerin Anny Bodmer verheiratet (Abb. 22).302 Er liess Klee mit Massagen, Hochfrequenzströmen und Einspritzungen behandeln, und er setzte auf die heilende Wirkung des Klimas von Orselina.303 Doch in der Folge wiederholte sich der Hautausschlag, mit dem vor fünf Jahren Klees Krankheit begonnen hatte, und Klee ging es zunehmend schlechter.304

Klinik Sant’Agnese in Locarno-Muralto305

Am 8. Juni 1940 wechselte Klee mit seinem Kurarzt Hermann Bodmer an die nicht weit entfernte Privatklinik SantAgnese in Locarno-Muralto (Abb. 23), da das Kurhaus Viktoria schloss.306 Lily Klee beurteilte die von den Ingebohl-Schwestern geführte Klinik, die 1935 aus der Privatklinik Dr. A. Balli hervorging, als ausgesprochen modern, und Hermann Bodmer und dessen Assistentin erwähnten »hervorragende Ärzte«.307

Der Zürcher Herzspezialist Dr. Theodor Hämmerli (1883–1944) befand sich Ende Juni 1940 wegen eines anderen Patienten »zufällig«308 in Locarno. Hämmerli untersuchte Klee in der Klinik SantAgnese und stellte wie Dr. Bodmer eine ernst zu nehmende »Kreislaufstörung des Herzens«309 fest.

Paul Klee starb am 29. Juni 1940 um 7 Uhr 30. Als Todesursache gab Hermann Bodmer auf dem amtlichen Totenschein eine Myokarditis – eine Herzmuskelentzündung – an310, eine Folge der posthum diagnostizierten Autoimmunkrankheit »Sklerodermie«.311 Lily Klee schreibt rückblickend über die letzten Tage im Leben ihres Mannes: »Sein schweres Leiden trug er klaglos. Es hat ihm unendliche Entbehrungen auferlegt.«312

»Ein Kranker macht Pläne«

Noch einen Tag vor seinem Hinschied bemühte sich Klee um sein Schweizer Bürgerrecht, indem er eine Antwort an die Einbürgerungsbehörde vom Bett aus diktierte.313 Trotz seiner schweren Erkrankung hatte Klee also weiterhin noch Pläne. Diese manifestieren sich beispielsweise im Werk ein Kranker macht Pläne von 1939, 611 (Abb. 24) so meine These. Obwohl sich Klee zuvor schon mehrfach mit dem Thema »Krankheit« in seinem Werk auseinandersetzte314, lassen sich in der Bleistiftzeichnung »authentische«, jedoch nicht »autobiografische« Bezüge zu Klee ausmachen.315 Die Werknummer 611 deutet darauf hin, dass die einfarbige Zeichnung im Juli 1939, kurz vor dem Ferienaufenthalt in Faoug entstand.316 Klees Gesundheitszustand hatte sich im Winter 1939 nicht wie jeweils in den letzten Jahren verschlechtert, sondern im Gegenteil zu Beginn des Jahres »sehr gebessert« und danach stabilisiert, so dass Klee in diesem Jahr sehr produktiv sein konnte (Abb. 25).317

Der sich abzeichnende Verkaufserfolg in den USA, die geplante Einzelausstellung im Kunsthaus Zürich und die Aussicht auf das Schweizer Bürgerrecht liessen Klee Pläne machen. Die Bleistiftzeichnung von Klee können im Sinne des Philosophen und Schriftstellers Peter Bieri wie eine »authentische« Erzählungen verstanden werden. Solche Erzählungen berichten nicht »autobiographisch« vom eigenen Leben, sondern sind »(...) gedeckt durch eigene, von innen her gekannte Erfahrung« (...), bei denen der Autor sich auskennt.« »Ihre Echtheit liegt nicht in der Nähe zu den Tatsachen seines äusseren Lebens, sondern darin, dass seine Erfahrung ausgespielt und in die Fantasie hinein verlängert, die nicht irgendwelche, nur ausgedachte oder vom blossen Hörensagen bekannt Erfahrungen sind, sondern solche deren Logik und Dynamik ihn und seine Leben massgeblich bestimmen. Es sind dies Erfahrungen, die ihn bei der Entwicklung seiner Geschichte leiten, wie weit weg sie sonst auch sein mag von der eigenen Lebensgeschichte.«318

Endnoten

  1. Fuchs 2005a, Fuchs 2005b.
  2. Prof. Dr. Wolfgang Kersten vom Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich, Osamu Okuda vom Zentrum Paul Klee und Stefan Frey von der Paul Klee Nachlassverwaltung Bern (Frey 2012) danke ich für die freundschaftliche Unterstützung beim Verfassen dieses Textes. Zu einem späteren Zeitpunkt erscheint dieses Paper zusätzlich auch in einer englischen Übersetzung.
  3. Porter 1985, S. 175-198.
  4. Neue grundlegende Erkenntnisse zur Krankengeschichte von Paul Klee sind im Rahmen der wissenschaftlichen Auswertung der noch völlig unbekannten Briefe der Familie Klee durch Prof. Dr. Bettina Gockel und Prof. Dr. Wolfgang F. Kersten, Kunsthistorisches Institut der Universität Zürich, zu erwarten.
  5. von Schlosser 1935, S. 12.
  6. Warnke 1977, S. 7. Diese Hinweise verdanke ich Wolfgang Kersten.
  7. Auch die Literaturwissenschaft kennt das Problem der »autobiographischen« Textinterpretation, Vgl. dazu stellvertretend Bieri 2012, S. 15-16.
  8. Werckmeister 1981, S. 180-182 u. Werckmeister 1989, S. 4.
  9. Glaesemer 1976, S. 319. »Die Formate der Bilder werden zunehmend größer, die Formen und Farben immer heftiger. Enttäuschungen und Unsicherheiten und die schwere Krankheit (…) wurden durch eine neue aufbrechende schöpferische Willenskraft besiegt. Die Ängste wurden verbannt, indem Klee ihnen eine endgültige Gestalt verlieh.«
  10. Klee/Glaesemer 1979, S. 14.
  11. Glaesemer 1976, S. 318.
  12. »Von einer ausgesprochenen psychischen Erkrankung oder gar einer Minderung der geistigen Fähigkeiten kann bei Klee nicht die Rede sein« (vgl. Glaesemer 1976, S. 318, Anm. 17).
  13. Klee/Glaesemer 1979, S. 18, Fußnote 38.
  14. Werckmeister 1981, S. 180-182 , Werckmeister 1989, S. 4, u. Franciscono 1990.
  15. Die erste, das gesamte Exilwerk von Klee berücksichtigende historisch-kritische Darstellung stammt von Otto Karl Werkmeister (Paul Klee in Exile 1985). Weitere wichtige Etappen stellen das erste monografische Beispiel für eine streng historische Analyse von Wolfgang Kersten (Übermut, Kersten 1990) sowie der Ausstellungskatalog Paul Klee Das Schaffen im Todesjahr 1990 mit den Beiträgen von Wolfgang Kersten, Anne Trembley, Osamu Okuda und Otto Karl Werckmeister dar. Ferner die beiden Ausstellungskataloge Im Zeichen der Teilung (Kersten/Okuda 1995) und Paul Klee Sonderklasse unverkäuflich (Kersten u. a. 2014) und weitere Aufsätze von Kersten und Okuda, so die Untersuchung zu »harpia harpiana, für Tenor und Sopranobimbo (unisono) in Ges, 1938.447« (Kersten/Klee 1987), »Paul Klee und seine Heimatstadt« (Okuda 1995), »Buchhaltung, Werkbezeichnung und Werkprozess« (Okuda 1997) u. »Versuch über Honoré Daumiers sichtbaren Einfluss auf Paul Klee« (Okuda 2003). Zur Diskussion um das Spätwerk von Klee bis 1990 vgl. auch Franciscono 1990, S. 9: »Zum Katalog«.
  16. Kersten 1994, hier S. 68.
  17. Haftmann 1950
  18. Giedion-Welcker 1952
  19. Grohmann 1954
  20. Osterwold/Klee 1990   S. 8.
  21. Osterwold/Klee/Zentrum Paul Klee 2005 , S. 22.
  22. Bärmann 2003, S. 16.
  23. Hans Suter 2010, S. 64ff.
  24. Hans Suter 2010, S. 57ff.
  25. Clemenz 2016, S. 254.
  26. Klee/Glaesemer 1979, S. 42, 45.
  27. Werckmeister 1999.
  28. LK an GS, 8.3.1936 (Klee 1936d).
  29. LK an GS, 8.3.1936 (Klee 1936d).
  30. LK an WG, 23.10.1935 (Klee 1935c), LK an GG, 11.09.1935 (Klee 1934), LK an GG, 29.03.1936, (Klee 1936f), LK an GK 08.03.1936 (Klee 1936d).
  31. LK an GK, 08.03.1936 (Klee 1936d)
  32. LK an GK, 08.03.1936 (Klee 1936d), LK an GG, 29.03.1936 (Klee 1936f) und LK an GK, 28.06.1936 (Klee 1936i). 
  33. LK an GG, 11.09.1935 (Klee 1934), LK an WG, 12.09.1935 (Klee 1935b), LK an WG, 23.10.1935 (Klee 1935c), Aichinger-Grosch 1959, S. 52. 
  34. Nebel 1935, Nebel 1998a, LK an NK, 13.02.1936 (Klee 1936b), LK an GK, 08.03.1936 (Klee 1936d) u. LK an GG, 29.03.1936 (Klee 1936f).
  35. Aichinger-Grosch 1959, S. 52f.
  36.  LK an GK, 08.03.1936 (Klee 1936d).
  37. LK an GK, 08.03.1936 (Klee 1936d).
  38. LK an GK, 08.03.1936 (Klee 1936d).
  39. LK an GK, 08.03.1936 (Klee 1936d).
  40. LK an WG, 12.09.1935 (Klee 1935b) u. LK an GK, 08.03.1936 (Klee 1936d). 
  41. LK an NK, 13.02.1936 (Klee 1936b).
  42. LK an DHK, 16.02.1936 (Klee 1936c).
  43. LK an GK, 08.03.1936 (Klee 1936d).
  44. LK an DHK, 10.03.1936 (Klee 1936e).
  45. LK an GG, 11.09.1935 (Klee 1934).
  46. LK an NK, 30.10.1935 (Klee 1935d).
  47. Klee 1960, S. 269.
  48. LK an WG, 23.10.1935 (Klee 1935c).
  49. LK an WG, 23.10.1935 (Klee 1935c).
  50. LK an EG, 23.11.1935 (Klee 1935e).
  51. 51 »(...) mein Mann ni(mm)t ausser Dr. Lotmar noch keinen Besuch an (...)« vgl. LK an EG, 29.12.1935 (Klee 1935f). Zur Freundschaft zwischen Klee und Lotmar, vgl. Fuchs 2016. 
  52. Zur Assistenztätigkeit von Schorer und Lotmar bei Sahli vgl. F 1959 u. Minkowski 1964, S. 321 sowie Fuchs 2007.
  53. Aichinger-Grosch 1959, S. 52f.
  54. Aichinger-Grosch 1959, S. 52f.
  55. F 1959 .
  56. Schorer 1908.
  57. Schorer 1931.
  58. Dieser Abschnitt über die medikamentöse Behandlung von Klee und die Apotheke Volz wurde in Teilen bereits publiziert. Vgl. Fuchs 2015.
  59. »21.X. Abends 37,6 (beim Arzt)« vgl. Klee 1935a, S. 1.
  60. Der erste Eintrag im Rezeptbuch der Apotheke Volz datiert vom 21. Oktober 1935. Vgl. Rezeptbücher der Apotheke Volz 1935, 21. Oktober 1935, S. B643. Die Central-Apotheke W. Volz & Co. wurde von den beiden Brüdern Wilhelm jun. und Fritz Volz geführt, die die Apotheke 1916 unweit des Zeitglockenturm von ihrem Vater Wilhelm Volz übernommen haben. Vgl. Mordasini 2008.
  61. LK an WG, 23.10.1935 (Klee 1935c).
  62. Rezeptbücher der Apotheke Volz 1935/1936.
  63. Laut Fiebertabelle von Paul Klee (Klee 1935a) hat dieser das Medikament »Theominal« zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Krankheiten am 5. November 1935 eingenommen und gemäss Rezeptbuch Volz am 12. November 1935 eine Packung Theominal erworben. Vgl. Rezeptbücher der Apotheke Volz 1935, 12. November 1935, S. B692/19 (Abb. 26A u. 26B). Castenholz vertrat als erste die These vom Arztneimittelexanthem dieser als »Masern« diagnostizierten Symptome bei Klee. Vgl. Castenholz 2000, S. 130. Vgl. dazu auch Suter 2006, S. 43.
  64. Klee 1935a, dort Fiebertabelle vom 1. bis 11. November 1935.
  65. Mordasini 2008.
  66. LK an WG, 09.04.1936 (Klee 1936g).
  67. LK an EG , 23.11.1935(Klee 1935e).
  68. LK an GS, 28.6.1936 (Klee 1936i)
  69. LK an WG, 09.04.1936 (Klee 1936g).
  70. LK an WG, 06.06.1936 (Klee 1936h).
  71. LK an NK, 5.9.1936 (Klee 1936m).
  72. LK an EG, 11.9.1935 (Klee 1934) u. PK an DHK, 12.10.1935 (Klee 1935g).
  73. PK an DHK, 12.10.1935 (Klee 1935g).
  74. LK an NK, 30.10.1935 (Klee 1935d), LK an GS, 3.11.1936 ( Klee 1936r). Wassily Kandinsky riet ebenfalls zur Kur (vgl. WK an PK, o.D. (verm. 30.10.1935, Kandinsky 1935).
  75. LK an EG, 25.01.1936 (Klee 1936a) u. LK an NK, 13.2.1936 (Klee 1936b).
  76. LK an NK, 05.09.1936 (Klee 1936m).
  77. Grohmann 1954, S. 84.
  78. Diethelm 1941, S. 7.
  79. Von den verschiedenen Quellen von Tarasp-Schuls-Vulpera eigneten sich die Kohlensäurequellen besonders gut für die Behandlung von Herzkrankheiten (vgl. Weber 1936).
  80. LK an WG, 06.06.1936 (Klee 1936h).
  81. Vogelsang 1931.
  82. PK an LK, 13.06.1936 (Klee 1936x, S. 1275), PK an LK, 28.06.1936 (Klee 1936v).
  83. PK an LK 09.06.1936 (Klee 1936s).
  84. Schuh 1995, S. 90.
  85. Schuh 1995, S. 90.
  86. »Leichte Spaziergänge in d. herrlichen Luft u. viel Ruhe« vgl. LK an WG, 06.06.1936 ( Klee 1936h) bzw. PK an LK, 09.06.1936 (Klee 1936t) dort »Schorrerschen Vorschriften«.
  87. Schuh 1995, S. 95.
  88. Zu den Grundprinzipien der Klimatherapie vgl. Schuh 1995, S. 95. Die Klimakurorte wurden nach ihren medizinischen Indikationen (Reizstufen) für die Klimatherapie eingeteilt (vgl. Fricker 1984, S. 86-87).
  89. PK an LK, 09.06.1936 (Klee 1936t).
  90. PK an LK, 13.06.1936 (Klee 1936u).
  91. Diverse Briefe Klees zeugen davon. Z.B. PK an LK, 13.06.1936 (Klee 1936x).
  92. PK an LK, 09.06.1936 (Klee 1936t), S. 1270.
  93. Aus dem Brief, in dem Klee von seiner augenblicklichen zweitägigen Liegekur berichtete (vgl. PK an LK, 09.06.1936 (Klee 1936t, S. 1270), lässt sich nicht genau eruieren, ob es sich dabei um eine klassische Frischluft-Liegetherapie handelte, die unter «kühlen Körperbedingungen« am geöffneten Fenster, auf Balkon oder Terrassen, in offenen Liegehallen oder in einer vor Sonne und Wind geschützten Lage im Freien durchgeführt wurde (vgl. Schuh 2004, S. 41).
  94. PK an LK, 28.06.1936 ( Klee 1936w).
  95. PK an LK, 16.06.1936 ( Klee 1936x).
  96. Weber 1936, Blatt 4 und Diethelm 1941, S. 6.
  97. PK an LK, 28.06.1936 (Klee 1936w). Im selben Brief an Lily aus Tarasp machte sich Klee lustig über eine Besprechung seiner Ausstellung in der »Weltwoche«. 
  98. Dieser Textabschnitt wurde bereits an anderes Stelle publiziert (vgl. Fuchs/Uldry 2017).
  99. PK an LK, 09.06.1936 (II) (Klee 1936s), Klee kehrte am 1. Oktober 1936 nach fünfundvierzigtägigem Kuraufenthalt von Montana nach Bern zurück (vgl. LK an DHK, 10.03.1936 ( Klee 1936e). Laut Auskunft des Medizinhistorikers Vincent Barras (Université de Lausanne) stellte die Clinic Cécil ihren Betrieb in den 1970er Jahren ein. Das Gebäude wird heute als Gemeindehaus genutzt (vgl. Barras 2004). Zur geografischen Lage desselben vgl. Google Map: Fuchs/Uldry 2017, chemin du Béthania 2, 3963 Crans-Montana/VS). 
  100. LK an NK, 05.09.1936 (Klee 1936m).
  101. LK an WG, 06.06.1936 (Klee 1936h).
  102. Die erste Karte von Klee aus Montana stammt vom 17. August 1936 (vgl. Klee 1936y, S. 1275-1276).
  103. LK an WG, 24.8.1936 (Klee 1936k). Das Präparat, von dem Klee nach Angabe seiner Frau drei Flaschen zu sich nahm, hiess »Arsentriferrol« und kam aus Deutschland, vgl. LK an WG, 19.09.1936 (Klee 1936n). Arsen-Triferrol ist eine aromatisierte 1,5 % Lösung von Triferrin, einem Eisensalz der Paranukleinsäure mit 16 % Eisen und 2,5 % Phosphor (vgl. Bernoulli/Thomann 1935, S. 370 (Triferrin) und S. 364 (Arsen-Triferol)). Das Präparat war wohl in der Schweiz nicht erhältlich, denn sonst hätte es Klee wie üblich in der Apotheke Volz bezogen.
  104. LK an NK, 05.09.1936 (Klee 1936m). 
  105. LK an RP, 03.07.1936 (Klee 1936j).
  106. LK an GS, 26.8.1936 (Klee 1936l).
  107. LK an WG, 06.06.1936 (Klee 1936h).
  108. 1Barras 2004. Die Clinic Cécil stellte ihren Betrieb in den 1970er Jahren ein und das Gebäude wird heute als Gemeindehaus (Contrôle des habitants) genutzt (vgl. Barras 2004).
  109. LK an WG, 18.09.1936 ( Klee 1936n).
  110. PK an LK, 25.08.1936 (Klee 1936y) .
  111. Auf dem Hochplateau von Montana wurden seit den 1920er Jahren die Kliniken, Pensionen und Chalets mehr oder weniger strikte nach den Prinzipien der Heliotherapie gebaut (vgl. Vouilloz Burnier/Barras 2004, S. 366). Zur modernen Sanatoriums-Architektur vgl. R. A. Hobday 1997.
  112. Zum therapeutischen Klima von Montana vgl. Ducrey/Staudacher 1933.
  113. Zur Geschichte der Klimatherapie in den Alpen vgl. Wyder 2003, S. 105-134. Zum Kurwesen in Montana vgl. Vouilloz Burnier/Barras 2004.
  114. Zur alpinen Heliotherapie vgl. R. A. Hobday 1997, Wyder 2003.
  115. Rollier 1917, S. 3-4.
  116. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist auch dieses natürliche, aber zeitraubende Mittel durch schneller und gezielter wirkende Medikamente abgelöst worden. Zur zeitgenössischen Wirkung von Hochgebirgskuren in Montana vgl. Ducrey/Staudacher 1933 u. Undritz 1934.
  117. PK an LK, 20.08.1936 (Klee 1936x).
  118. Ein weiterer Aspekt der allmählichen Umdeutung einer bis anhin vor allem unter medizinischen Gesichtspunkten betrachteten gebräunten Haut war die braune Freizeithaut als Statussymbol der »feinen Leute« (vgl. Tavenrath 2000, S. 43-44). 
  119. Zum gebräunten Volkskörper des Nationalsozialismus vgl. Tavenrath 2000, S. 45-48.
  120. »M. Mann hat sich hier ausserordentl. erholt u. wenn er auch noch nicht ganz gesund zurückkehrt, so ist das doch nur eine Frage der Zeit mehr.« Vgl. LK an MM, 23.09.1936 (Klee 1936o)
  121. »Ich bin schon ganz in den Trott eingefügt, leicht vertrottelt kann man sagen, hatte auch keinen Moment ans Arbeiten gedacht trotz der schönen Pastellstifte.« Vgl. PK an LK, 25.08.1936 (Klee 1936z)
  122. »Er fängt auch so allmähl. an, sich wieder etw. mit s. Arbeit zu beschäftigen.« Vgl. LK an WG, 13.10.1936 (Klee 1937k)
  123. Eggelhöfer u. a. 1998, S. 110.
  124. LK an WG, 20.3.1937 (Klee 1937d).
  125. LK an MM, 23.09.1936 (Klee 1936o).
  126. Zum Höhenklima von Montana (VS) vgl. Undritz 1934.
  127. LK an GS, 03.11.1936 (Klee 1936r).
  128. LK an GS, 3.11.1936 (Klee 1936r).
  129. LK an WG, 29.10.1936 (Klee 1936p).
  130. LK an HN, 29.10.1936 (Klee 1936q).
  131. GS an PK, 23.10.1936 (Schorer 1936). 
  132. Oskar Naegeli war der Grossonkel des „Sprayer von Zürich« Harald Oskar Naegeli) und seit 1917 Nachfolger von Josef Jadassohn am Lehrstuhl Dermatologie des Universitätsspitals Insel der Universität Bern, passionierter Schachspieler und überzeugter Frontis (vgl. Paschoud 2013, S. 760-761 sowie Wyss 1995.
  133. LK an WG, 29.10.1936 (Klee 1936p).
  134. LK an HN, 29.10.1936 (Klee 1936q).
  135. PK an LK, 03.06.1939 (Klee 1936p S. 1293).
  136. Rezeptbücher der Apotheke Volz 1936.
  137. Brief von Lily Klee an Will Grohmann vom 24.08.1936 (Klee 1936k ) u. 18.09.1936 (Klee 1936n).
  138. Gänsslen 1930.
  139. LK an WG, 10.08.1937 (Klee 1937h).
  140. LK an EG, 24.01.1937 ( Klee 1937a)
  141. LK an WG, 11.2.1937 (Klee 1937b).
  142. LK an WG, 20.3.1937 (Klee 1937d)u. LK an NK, 23.3.1937 (Klee 1937c).
  143. LK an WK, 23.3.1937 (Klee 1937e) u. LK an NK, 23.3.1937 (Klee 1937c).
  144. LK an HuMR, 27.2.1937 (Friedrich 1937) , LK an NK, 28.2.1937 (Klee 1937c).
  145. Paul-Klee-Stiftung, Kunstmuseum Bern 1998, S. 10.
  146. HR an WuNK, 9.12.1936 (Rupf 1939) u. HR an EF, 4.6.1937 (Rupf 1937b).
  147. EF an HR, 26.5.1937 (Friedrich 1937)..
  148. WK an LK, 1.3.1937 (Kandinsky 1937).
  149. Nebel Tgb, 6.12.1936, S. 306 (Nebel 1998a).
  150. Erlach 2004, S. 285.
  151. Nebel 1932, S. 60-67.
  152. Nebel 1932, S. 60.
  153. Aus der Wuchsform B, der drei Formen der Onkomyzeten, seines Agens, das nur Toxine enthaltende, vorwiegend diagnostische verwendete »Onkolysin D« und das sowohl Toxin als auch Antitoxin enthaltende, eigentlich therapeutisch wirksame »Onkolysin Th« her, beide Präparate in stufenweiser Steigerung zur intra- bzw. subkutaner Injektion.
  154. WG an HR, 10.3.1937 (Grohmann 1937a).
  155. HR an EF, 4.6.1937 (Rupf 1937c).
  156. Aus einem noch unpublizierten Brief des deutschen Pharmazeuten Wilhelm von Brehmer an Paula Aichinger vom 12. Juli 1938 geht hervor, dass sich Ju Aichinger, die in besonders enge Verbindung zur Familie Klee stand, Brehmer, der für eine neuartige Krebsdiagnose bekannt war, um eine Diagnose von Klees Krankheit gebeten hat. Vgl. Brehmer 1938 u. die dazu gehörenden Begleitbriefen von Ju Aichinger an Lily und Paul Klee. Vgl. Aichinger 1938 u. Aichinger/Aichinger 1938. (Ich danke Wolfgang Kersten für den Hinweis auf diesen Brief, der mir freundlicherweise vom Zentrum Paul Klee, Bern, zur Verfügung gestellt worden ist). »(...) 1934 stellte [Wilhelm von Brehmer] die These auf, dass der Krebsvirus das unsichtbare Stadium von [»Blutparasiten«], der Siphonospora polymorpha, [sei]. Diese von Brehmer entdeckten [Mikroformen] entwickeln sich in den roten Blutkörperchen und [sollen diese zerstören]. [Erst mit der Brehmerschen Spezialfärbemethode gelänge es], die [»Siphonosporakrankheit] sichtbar zu machen. Bei der Siphonospora-Infektion handelt es sich nach Brehmer um eine [»Blutinfektion«], die durch die Ernährung, besonders durch Fleischnahrung, den Körper befalle. Die Infektion [müsse nicht, aber könne zu] bösartigen Geschwulsten führen. Dabei [spiele] das Problem der Wasserstoff-Ionen-Konzentration (pH- Wert des Blutes) im Blut eine grosse Rolle. Wenn dieser Wert zu alkalisch [werde] und der Parasit durch einen zerstörten Zellkomplex aus der Blutbahn in das Gewebe [übertrete], [liege] Krebsgefahr vor«. Vgl. Stäbchenform gefährlich 1948 u. Brehmer 1947. Diagnostische Abklärungen nach der Brehmerschen Spezialfärbemethode zum möglichen Nachweis einer Siphonospora-Infektion durch von Brehmer’s Gewährsmann in der Schweiz, »Dr. Gähwyler in Arosa«, erfolgten offenbar keine. Der Brief von Brehmer’s gibt zusätzliche Hinweise auf Klee’s Krankheitsverlauf bis zum Sommer 1938. So wird u.a. auch die Möglichkeit einer Farbvergiftung diskutiert und von ihm in Abrede gestellt. Dieser widerspricht Brigitta Danuser 2000 in ihren »Arbeitsmedizinischen Betrachtungen« über die »Gefahren des Künstlerberufs: Paul Klee und die Sklerodermie«. Zu Ju Aichinger vgl. Okuda 2015, S. 12: »Wie Ju [Juliane Paula] Aichinger-Grosch schildert, die 1936 Lily Klee bei der Pflege ihres erkrankten Mannes geholfen hatte, besuchte Hermann Scherchen damals Klee in Bern mit seiner neuen Frau, »einer kleinen japanischen [sic!] Komponistin, die immer reizend und zwitschernd und höflich lachte«.
  157. LK an WK, 23.3.1937 (Klee 1937f).
  158. HR an WuNK, 9.12.1936 (Rupf 1936). 
  159. LK an WG, 10.8.1937 (Klee 1937h).
  160. LK an WG, Ascona, 15.9.1937 (Klee 1937h).
  161. LK an WG, 10.8.1937 (Klee 1937g).
  162. 162 Wie aus einem Brief von Lily Klee an Albert Bloch, Ascona, 29.9.1937 hervorgeht, lebte Maria Marc spätestens seit Herbst 1937 in der »Casa Adula«. Vgl. Klee 1937j. Ich danke Osamu Okuda für den Hinweis zu Maria Marc und der Casa Adula.
  163. LK an WG, Ascona, 15.9.1937 (Klee 1937h).
  164. LK an WG, Ascona, 15.9.1937 (Klee 1937h) .
  165. LK an WG, Ascona, 15.9.1937(Klee 1937h.
  166. LK an WG, 10.8.1937 (Klee 1937g).
  167. LK an CV, 17.10.1937 (Klee 1938e).
  168. LK an WG, Ascona, 15.9.1937 (Klee 1937h).
  169. LK an HuMR, 29.10.1937 (Klee 1939c).
  170. LK an WG, Ascona, 13.10.1937 (Klee 1937k).
  171. LK an WG, Ascona, 15.9.1937 (Klee 1939c).
  172. Die Kunstsammlerin Tekla Hess, der Zürcher Schriftsteller Julius Schmidhauser, die Malerkollegen Walter Helbig, Karl Hofer, Oskar Lüthy, Louis Moilliet, Christian Rohlfs sowie die Malerin Marianne von Werefkin (vgl. Frey 1990, S. 114).
  173. 173 Frey 1990, S. 114.
  174. LK an HuMR, 22.9.1937 (Klee 1937i).
  175. LK an CV, 17.10.1937 (Klee 1938e) 
  176. Klee 1937l, S. 1279.
  177. Ich danke Osamu Okuda für den Hinweis auf den handschriftlichen Vermerk »Locarno« im Werkverzeichnis von Paul Klee von 1937.
  178. HR an WuNK, 9.12.1936 (Rupf 1939).
  179. HR an WuNK, 9.12.1936 (Rupf 1939)..
  180. In mehreren Briefen von Lily Klee an Freunden ist von Drüsen- und Hautfunktionsstörungen die Rede (vgl. LK an GG, 17.5.1938 (Klee 1938a).
  181. Zur Aufklärungspflicht von Ärzten vgl. Katz 2002.
  182. Katz 1994 Katz 1994, S. 76-77 u. Katz 2002, S. 25ff.
  183. Brief von HR an WuNK, 9.12.1936 (Diagnose Lungenkrebs) und Nebel Tgb. 10.12.1936. Zitiert nach: Nebel 1998a, S. 306. An diesem Abend erfuhr Nebel von den Rupfs die neue Diagnose »Lungenkrebs«.
  184. LK an GG, 17.5.1938 (Klee 1938a). Zur Datierung des Besuchs von Grohmann im Frühjahr 1938, vgl. Okuda 2014, S. 510.
  185. WG an HR, 16.3.1937 (Grohmann 1937b).
  186. WG an HR, 16.3.1937 (Grohmann 1937b).
  187. Nebel Tgb, 11.5.1938 (Nebel 1998b).
  188. WG an PK, 5.12.1937 (Grohmann 1937b) u. Kupper 1989, S. 8.
  189. HR an WuNK, 22.3.1937 (Rupf 1939) und HR an WuNK, 2.4.1937 (Rupf 1937a).
  190. Vgl. Briefe bzw. Karte von Lily Klee an Will Grohmann von: 29. 1. 1938; 1. 3. 1938; 9. 3. 1938; 12. 3. 1938; 21. 3. 1938 u. 30. 3. 1938, Will Grohmann Archiv, Staatsgalerie Stuttgart (WGA).
  191. LK an VC, 9.4.1938 (Klee 1938e). Zur Regelung des künstlerischen Nachlasses von Paul Klee (vgl. Frey 2014).
  192. Okuda 2014, S. 510-511.
  193. LK an GG, 17.5.1938 (Klee 1938a).
  194. LK an GG, 17.5.1938 (Klee 1938a).
  195. Aichinger-Grosch 1959
  196. WG an LK, 26.4.1938 (Grohmann 1938 ).
  197. LK an GG, 17.5.1938 (Klee 1938a).
  198. LK an GG, 17.5.1938 (Klee 1938a).
  199. LK an GG, 17.5.1938 (Klee 1938a).
  200. LK an GG, 17.5.1938 (Klee 1938a).
  201. LK an WG, 29.6.1938 (Klee 1938b..
  202. Okuda 2014, S. 511.
  203. Okuda 2014, S. 511.
  204. Okuda 2014, S. 511.
  205. Okuda 2014, S. 511.
  206. LK an GG, 17.12.1938 (Klee 1938d).
  207. LK an GG, 17.12.1938 (Klee 1938d).
  208. LK an GG, 17.12.1938 (Klee 1938d).
  209. Z.B.Bärmann 2003, S. 10. Stefan Tolksdorf wies zwar in seiner Klee-Biographie auf die postume Diagnose hin, er unterliess es aber, seine Quellen eindeutig zu nennen (vgl. Tolksdorf 2004, S. 216).
  210.  Ausnahmen bilden Castenholz 2000, S. 136 u. Fuchs 2005b, S. 643. Zur Kritik an der retrospektiven Diagnose in der Medizingeschichte vgl. Leven 1998.
  211. In seiner Monografie »Paul Klee und seine Krankheit« gab der Dermatologe Hans Suter 2006 einen immer noch aktuellen Überblick über die verschiedenen retrospektiven Diagnosen zu Paul Klees Krankheit (vgl. Suter 2006, S. 86-103). Auf eine Diskussion der verschiedenen Krankheitshypothesen wird aus Kritik an deren retrospektiver Diagnosestellung verzichtet. Die Theorie der »sozialen Konstruktion von Krankheiten« besagt, dass die Kategorien von Gesundheit und Krankheit ebenso wie die Medizin kultur- und epochenspezifisch sind. Krankheitsbilder sind nicht von Natur gegeben, sondern sie werden von der Gesellschaft (Ärzten) definiert, so auch die Sklerodermie (vgl. Leven 1998, S. 163).
  212. Sklerodermie ist »(...) eine mehr oder weniger symmetrische Verhärtung und Verdünnung der fest auf ihrer Unterlage fixierten Haut; neben der Haut atrophieren (und indurieren zum Teil) Unterhautzellgewebe, Muskeln, Fett, Gelenkapparat und Knochen (...).« (vgl. Curschmann 1939, S. 1532) Zur heutigen Definition der Autoimmunerkrankung »Sklerodermie« (Systemische Sklerose) vgl. Pschyrembel Klinisches Wörterbuch 2017, S. 1426 u. ICD-10: M 34: Systemische Sklerose, 2017.
  213. Kahnweiler 1950, S. 23.
  214. Giedion-Welcker 1952, S. 79. Andreas Giedion zufolge habe seine Mutter das Krankheitsbild von Klee mit Prof. W. Löffler, dem damaligen Ordinarius für Innere Medizin der Universität Zürich, besprochen. Mitteilung an den Autor. Carola Giedion-Welcker besuchte Klee kurz vor seinem Tod in Bern im Mai 1940 (vgl. Giedion-Welcker/Raabe/Rowohlt 1961, S.97-101).
  215. Grohmann 1954, S. 84.
  216. Aichinger-Grosch 1959, S. 56.
  217. Glaesemer 1976, S. 318.
  218. Castenholz 2000, S. 54ff. 
  219. Zum Begriff und zum Formenkreis der »Vasomotorische-trophische Neurose« vgl. Cassirer 1912, S. VI-VII, Cassirer 1914, S.VI u. Lewandowsky 1919, S. 269 ff.
  220. Castenholz 2000, S. 54.
  221. Castenholz 2005, S. 646.
  222. Über die Beziehung von Richard Cassirer zu Fritz Lotmar vgl. Fuchs 2016, S. 59.
  223. Curschmann 1939, S. 1518.
  224. Klassifikation des Krankheitsfelds »vasomotorisch-tropische Neurose« vgl. Cassirer 1914, S. VI, Kraus 1915, S. 442-497, Lewandowsky 1919, S. 269-274 u. Curschmann 1939, S. Xff. Cassirer ging davon aus, dass bei der »vasomotorisch-trophischen Neurose« der Stoffwechselzustand der Gefässnerven durch eine noch unbekannte Ursache funktionell gestört war (vgl. Cassirer/Hirschfeld 1924, S. 654).
  225. Zur Abgrenzung der Krankheitsbilder des Cassirerschen-Formenkreises der »vasomotorisch-trophischen Neurosen«und zum Begriff der »Neurose« vgl. Cassirer 1914, S. 172 u. Lewandowsky 1919, S. 271.
  226. Vgl. Cassirer 1914, S. 536. Gabriele Castenholz wies erstmals darauf hin, dass in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts das Krankheitsbild »Sklerodermie« zum Formenkreis der »vasomotorisch-trophischen Neurosen« gezählt wurde (vgl. Castenholz 2000, S. 54-60).
  227. Zählung der Begriffe »Sklerodermie«, »Vasomotorische Neurose« und »vasomotorisch-trophische Neurosen« in der Schweizerische Medizinische Wochenschrift von 1935-1940.
  228. Castenholz 2000, S. 136.
  229. Castenholz 2000, S. 91, 134.
  230. Castenholz 2000, S. 54 u. Castenholz 2005, S. 646.
  231. Die Abklärungen zur »Vasomotorischen Neurose« dauerten vom Zeitpunkt der dermatologischen Untersuchungen bei Oskar Naegeli von 28. Oktober 1936 (vgl. Schorer 1936) bis zur Bekanntgabe der Diagnose anfangs Dezember 1938 (vgl. LK an GG, 17.12.1938, Klee 1938d).
  232. Bernische Polizeidirektion 1939.
  233. Castenholz 2005, S. 646.
  234. Suter 2006, S. 48ff.
  235. Zur Krebsverdachtsdiagnose von Klee vgl. Kap. »Die Ärzte scheinen mehr zu wissen als wir alle ahnen« in diesem Aufsatz.
  236. Cassirer 1912, S. 585.
  237. Cassirer 1912, S.658, Cassirer 1914, S. 233, Cassirer/Hirschfeld 1924, S. 632.
  238. Cassirer 1914, S. 230, Cassirer/Hirschfeld 1924, S. 631.
  239. Zur Typisierung der Sklerodermie bei Cassirer vgl. Cassirer 1912, S. 585-586.
  240. Cassirer 1912, S. 658. Zu den Unterabteilungen der Sklerodermie vgl. Cassirer 1914, S. 233.
  241. Nägeli 1935 u. LK an WG, 29.6.1938 (Klee 1938b).
  242. Bernische Polizeidirektion 1939. Eine populärwissenschaftliche Definition der »Gefäss-Neurose« von 1940 ist bei Kahn nachzulesen (vgl. Kahn 1939 , S. 208).
  243. Vgl. auch den Abschnitt »Schluckbeschwerden-sclerodermatische Veränderungen – eine besondere Form trophischer Störungen?« hier im Text.
  244.  PK an LK, [12.]6.1900 (Klee 1979a), S. 94.
  245. PK/LK an WG, Beatenberg, 26.8.1938 (Klee/Klee 1935); LK an CV, 25.9.1938 (Klee 1938e). 
  246. LK an GG, 16.8.1938 (Klee 1938c).
  247. LK an GG, 31.8.1938 (Klee 1938d) u. LK an GG, 17.12. 1938 (Klee 1938f) u. LK an HuMR, 14.10.1938 (Klee 1939c).
  248. HR an WuNK, 8.5.1939 (Rupf 1939).
  249. LK an GG, 13.6.1939 (Klee 1939d). 
  250. Zitiert nach Frey 2009, S. 185.
  251. Zitiert nach Frey 2009, S. 185. Vgl. dazu auch LK an FK, 16.03.1939 (Klee 1939a). 
  252. Aichinger-Grosch 1959, S. 52. Vgl. dazu auch LK an GK, 8.3.1936 (Klee 1936d). Ju Aichinger-Grosch war die Schwester von Klees Pflegetochter Karla (vgl. LK an GK, 8.3.1936 (Klee 1936d).
  253. LK an GG, 27.6.1934 (Klee 1934). Während des zweimonatigen Ferienaufenthalts, im Herbst 1939 in Faoug am Murtensee, werden sie zu ihrer zusätzlichen Entlastung eine Haushaltshilfe beschäftigen (vgl. Frey 1990, S. 18).
  254. PK/LK an WG, 2.12.1935 ( Klee/Klee 1935).
  255. Frey 1990, S.174ff.
  256. LK an FK, 23.09.1930 (Klee 1930). 
  257. LK an FK, 23.09.1930 (Klee 1930).
  258. (...) Heute ist Dein Brief aus Paris angekommen, der uns sehr interessiert hat. Die Mutter hat ihn kurz vor ihrer Abreise noch flüchtig gelesen. Es wird ganz gut sein, wenn sie im Stillachhaus [Oberstdorf] auch noch Nachricht von Dir vorfindet. (...)« PK an FK, 28.06.1927. (Klee 1979b, S. 1045) . Der letzte Brief an Lily Klee in Oberstdorf ist datiert auf den 23. August 1927 (vgl. Klee 1979b, S. 1062-1064). Das Sanatorium »Stillachhaus« wurde 1914 von Dr. med. Luebhard Saathoff (1877-1929) gegründet. U. a. war Thomas Manns Ehefrau Katia mehrmals Patientin im Stillachhaus (vgl. Mann u. a. 2016).
  259. Neue grundlegende Erkenntnisse zum »burn out« von Lily Klee sind im Rahmen der wissenschaftlichen Auswertung der noch völlig unbekannten Briefe der Familie Klee durch Prof. Dr. Bettina Gockel und Prof. Dr. Wolfgang F. Kersten, Kunsthistorisches Institut der Universität Zürich, zu erwarten.
  260. LK an GG, 13.6.1939 (Klee 1939d). Zu den verschiedenen Kuraufenthalten von Lily und Paul Klee im Kurhaus Sonnmatt vgl. Frey 2009.
  261. LK an EK, 21.4.1939 ( Klee 1939b).
  262. LK an EK, 21.4.1939 ( Klee 1939b).
  263. LK an GG, 13.6.1939 (Klee 1939d). 
  264. Okuda 2006. Nach anfänglichen Herzproblemen schienen diese im Frühjahr 1936 allmählich abzuklingen [ (...) »Herz wider Normal.« (...) LK an WG, 9.4.1936, Klee 1936g ] um erst wieder kurz vor Klees Tod akut zu werden. Vgl. das Kapitel »Klinik Sant’Agnese in Locarno-Muralto« in diesem Text.
  265.  LK an GG, 13.6.1939 (Klee 1939d). Zum ersten Mal besuchte Klee seine Frau am Sonntag, den 7. Mai 1939 mit dem Berner Maler Arnold Neuweiler. »Es war schön gewesen, auch die Sonntagsfahrt [7. Mai 1939] zu Dir war sehr begünstigt, sogar vom Wetter« (vgl. PK an LK, 10. 5. 1939, zitiert nach: Klee 1979b, S. 1288-1289). Das zweite Mal konnte Klee am Dienstag, 6. Juni 1939 mit Käthi Rupf mitfahren (vgl. Karte von Paul Klee an Lily Klee, 5.6.1939, Klee 1979b, S. 1294).
  266. LK an FK, 8.6.1939 (Klee 1939d).
  267. LK an FK, 8.6.1939 (Klee 1939d). u. LK an EG, 28.11.1939 (Klee 1939h). 
  268. Dieser Textabschnitt wurde bereits an anderer Stelle publiziert (vgl. Fuchs/Uldry 2017).
  269. LK an WG, 28.11.1939 (Klee 1939i).
  270. LK an GG, 5.9.1939 (Klee 1939e).
  271. LK an NK, 20.9.1939 (Klee 1939f). Die heutige Adresse von Klees Ferienhaus lautet: Impasse de la Douane 29, CH-1595 Faoug. Längengrad: 46.91134949, Breitengrad: 7.08410909 und Meereshöhe: 439 Meter.
  272. LK an GG, 20.9.1939 (Klee 1939g).
  273. LK an GG, 20.9.1939 (Klee 1939g).
  274. Petitpierre 1942.
  275. LK an GG, 20.9.1939 (Klee 1939g). Zum Aufenthalt der Ecole d’Humanité im Schloss Greng (vgl. Geheeb-Cassirer 1970).
  276. LK an EG, 28.11.1939 (Klee 1939h).
  277. »M. Mann hat sehr viel gearbeitet. Diesmal auch in Faoug. Die Landschaft dort ist allzu anregend für ihn.« (LK an EG, 28.11.1939, Klee 1939h).
  278. LK an EG, 28.11.1939 (Klee 1939h).
  279. Kaiser 1937, S. 25.
  280. Welti 1940, S. 2.
  281. Gemäss einer alten Glarner Sage geht die Bezeichnung »Vrenelisgärtli« auf eine übermütige, starke Jungfrau zurück, die auf einem Schneefeld des mittleren Glärnischs einen Garten anlegen wollte. Sie bestieg trotz Warnung das Gebirge und schützte ihren Kopf vor der Witterung mit einem Kupferkessel. Oben angekommen, brach ein fürchterlicher Sturm aus. So wurde das tollkühne Vreneli in ihrem »Gärtli« für ewige Zeiten eingeschneit. Die Sage »Ds Vreneli’s Gärtli«, gesprochen vom Glarner Sänger, Musikdarsteller und Sprecher Daniel Stüssi. Vgl. Stüssi 2004.
  282. Giedion-Welcker/Raabe/Rowohlt 1961, S. 97-101.
  283. Bernische Polizeidirektion 1939.
  284. Werckmeister 1985, S. 40.
  285. Der geheime Polizeirapport wurde nach Kehrli vernichtet (vgl. Kehrli 1962, S. 7). Allerdings sind Auszüge davon in einem Zeitungsartikel von Meta La Roche erhalten geblieben (vgl. La Roche 1957).
  286. Zur Abgrenzung der Krankheitsbilder und zum Begriff der »Neurose« vgl. Cassirer 1914, S. 179 und Lewandowsky 1919, S. 271.
  287. Historisch wurde der Begriff, ursprünglich in der Neurologie entstanden, hauptsächlich in der Psychiatrie verwendet, allerdings mit oft sehr unterschiedlicher oder unklarer Bedeutung. Als gemeinsames Merkmal der Neurosen galt nach ihrer Auffassung, dass als Ursachen psychische Faktoren, insbesondere unterdrückte Ängste und sexuelle Schwierigkeiten, angenommen werden können. Störungen in der frühkindlichen Entwicklung bleiben nach dieser Ansicht als »Komplex« im Unbewussten erhalten und bedingen je nach Art der Störung und ihrer Verarbeitung unterschiedliche neurotische Reaktionen. In die diagnostischen Handbücher fand die Bezeichnung »Neurose« Eingang als Überbegriff für eine Gruppe von Störungen, die sich durch übertriebene Ängste äußern; so wurden Angst- und Zwangsstörungen, Hysterie und Hypochondrie darunter zusammengefasst. Als Gegenstück zu den Neurosen wurden die Psychosen angeführt, die sich durch einen gestörten Realitätsbezug auszeichnen und bei denen von einer – im Gegensatz zu den Neurosen – in erster Linie körperlichen Verursachung ausgegangen wurde. Zum historischen Begriff der Neurose vgl. Ackerknecht 1967, S. 81-99, inbes. S. 90-99 (Freuds Neurosebegriff).
  288. 288 Giedion-Welcker / Raabe / Rowohlt 1961, S. 97-80.
  289. 289 Brief von Fritz Trüssel an den Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung, Bern, 6.4.1940. Vgl. Ackerknecht 1967. Trotz des kompromittierenden Materials des anonym gebliebenen Polizeiwachtmeisters mit dem latenten Vorwurf der Geisteskrankheit gegenüber Klee, verlief das Einbürgerungsverfahren exakt nach den Bestimmungen des Berliner Abkommens, und Klee wäre nach Ablauf der für »Reichsdeutsche Staatsbürger« beschleunigten fünfjährigen Frist eingebürgert worden, wenn er nicht gestorben wäre (vgl. Kehrli 1962).
  290. Nebel Tgb, 24.2.1940 (Nebel 1998c, S. 311).
  291. Nebel Tgb, 24.2.1940 (Nebel 1998c, S. 311).
  292. Giedion-Welcker/Raabe/Rowohlt 1961, S. 101. 
  293. Rewald 1989, S. 49.
  294. Cassirer 1914, S. 181.
  295. Kahnweiler 1939.
  296. Kahnweiler 1950, S. 24.
  297. Dieser Textabschnitt wurde bereits an anderer Stelle publiziert (vgl. Fuchs/Uldry 2017).
  298. LK an GG, 9.5.1940 ( Klee 1940a). Das Kurhaus Viktoria wurde 1950 von der katholischen Glaubensgemeinschaft »Menzinger Schwestern« aus Zug erworben und als Clinica Santa Croce in der Folge weitergeführt. Heute ist die Privatklinik im Eigentum des vermögenden Iraners und Wahl-Locarnesen Rahim Houshmand (vgl. Handelsregister 1995).
  299. LK an WG, 7.7.1940 ( Klee 1940c). Der Initiant und Förderer des 1912 von den Zürcher Architekten Hanauer & Witschi (B.S.A) erbauten »Radium« Kurhaus Viktoria war der aus Belp stammende Architekt und Gemeinderat von Orselina Roberto Brönimann (1874-1937) (vgl. Renner 2000, S. 53). Zur Baugeschichte des Kurhauses Viktoria (Via al Parco Nr. 27) vgl. Hauser/Reinhard-Felice/Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Bern) 1991, S. 95.300  
  300. Eggelhöfer u. a. 1998, S. 10-11.
  301. LK an HuMR, 21.5.1940 (Klee 1940b).302 Zur Biografie von Hermann Bodmer vgl. Hug 1948.
  302. Zur Biografie von Hermann Bodmer vgl. Hug 1948.
  303. LK an HuMR, 21.5.1940 (Klee 1940b). Zur Wirkung des Heilklimas von Orselina vgl. Feitis/Bodmer 1930. Die Klinik verfügte über eigene radioaktive Radium-Wasser-Quellen, die sie in Inseraten bewarb (vgl. Radium-Kurhaus Victoria Orselina-Locarno (Inserat), c.a. 1926). Diese wurden in den Briefen von Lily an ihre Freunde und Bekannten nicht explizit erwähnt. Es bleibt deshalb offen, ob der behandelnde Arzt Bodmer die radiumhaltigen Quellen zu therapeutischen Zwecken bei Klee einsetzte.
  304. LK an WG, 7.7.1940 ( Klee 1940c). 
  305. Dieser Textabschnitt wurde bereits publiziert (vgl. Fuchs/Uldry 2017).
  306. LK an WG, 7.7.1940 (Klee 1940c).
  307. LK an WG, 7.7.1940 (Klee 1940c). Zur Baugeschichte der Clincia S. Agnese, vormals Clinica privata Dr. A. Balli Locarno-Muralto, vgl. Hauser/Reinhard-Felice/Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Bern) 1991, S. 73. Bis vor Kurzem präsentierte sich die ehemalige Clinica S. Agnese unter dem Namen »Casa Sant’Agnese« als Hotel und Kurhaus. Laut Auskunft der Hotelwebseite wurde der Betrieb des Hotels am 31. Oktober 2016 eingestellt.
  308. LK an WG, 7.7.1940 (Klee 1940c).
  309. LK an WG, 7.7.1940 
  310. Bodmer 1940
  311. Zur Krankengeschichte von Paul Klee vgl. Castenholz 2000 u. Suter 2006.
  312. LK an JI, 18.10.1940 (Klee 1940d).
  313. Klee 1940e.
  314. Laut Catalogue raisonné schuf Klee von 1909 bis 1939 acht Werke, die im Titel die Bezeichnung »Krankheit« enthalten: ein krankes Mädchen empfängt den besuch einiger Freundinnen fünf Figuren 1909, 11; Kranke im Fauteuil 1909, 53; Krankenbesuch 1913, 85; Krankenlager 1915, 24; Kranke Mutter 1923, 205; Erkrankung 1924, 284; krankes Mädchen 1937, 24 (K 4); das kranke Herz 1939, 382 (A2).
  315. Zur Unterscheidung der Begriffe »authentisch« und »biografisch« und deren Bedeutung vgl. Bieri 2012, S. 16.
  316. Vgl. Abschnitt »Ferien in Faoug« in diesem Beitrag. 
  317. Vgl. Abschnitt »Gerüchte über Klees bevorstehenden Tod unter Besuch von Will Grohmann über Ostern 1938«, sowie insbesondere die Briefe LK an HuMR, 13.2.1939 (Klee 1939c), LK an HuMR, 24.5.1939 (Klee 1939c).
  318. Bieri 2012, S. 16.

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Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Gertrude Grohmann in Dresden, 23.11.1935. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

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Klee 1936b
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Nina Kandinsky, 13.02.1936. Centre national d’art et de culture Georges Pompidou, Bibliothèque Kandinsky, Paris, zitiert aus: Kuthy/Frey 1984/1985, S. 15.

Klee 1936c
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Daniel Henry Kahnweiler, 16.02.1936. Zitiert nach: Frey 2012.

Klee 1936d
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Emmy Scheyer, 08.03.1936. The Blue Four Galka Scheyer Collection Archives, Norton Simon Museum, Pasadena.

Klee 1936e
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Daniel Henry Kahnweiler, 10.03.1936. Zitiert nach: Frey 2012.

Klee 1936f
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Gertrude Grohmann in Dresden, 29.03.1936. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1936g
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Will Grohmann in Dresden, 09.04.1936. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1936h
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Will Grohmann in Dresden, 06.06.1936. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1936i
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Emmy Scheyer, 28.06.1936. The Blue Four Galka Scheyer Collection Archives, Norton Simon Museum, Pasadena.

Klee 1936j
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Rudolf Probst, 03.07.1936. Privatbesitz, Schweiz.

Klee 1936k
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Will Grohmann in Dresden, 24.08.1936. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1936l
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Montana an Gerhard Schorer in Bern, 26.08.1936. Bern: Zentrum Paul Klee, Schenkung Familie Klee.

Klee 1936m
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Nina Kandinsky, 05.09.1936. Centre national d’art et de culture Georges Pompidou, Bibliothèque Kandinsky, Paris.

Klee 1936n
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Will Grohmann, 18.09.1936. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1936o
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Maria Marc in München, 23.09.1936. Zitiert nach: Frey 2012.

Klee 1936p
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Will Grohmann in Dresden, 29.10.1936. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1936q
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Hilde Nebel in Bern, 29.10.1936. Schweizerische Landesbibliothek, Bern.

Klee 1936r
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Gerhard Schorer in Bern, 03.11.1936. Zitiert nach: Frey 2012.

Klee 1937a
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Eulein Grohmann Grohmann, 24.01.1937. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1937b
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Will Grohmann in Dresden, 11.02.1937. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1937c
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Nina Kandinsky, 28.02.1937. Centre national d’art et de culture Georges Pompidou, Bibliothèque Kandinsky, Paris.

Klee 1937d
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Will Grohmann in Dresden, 20.03.1937. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1937e
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Will Grohmann in Dresden, 23.03.1937. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1937f
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Wassily Kandinsky, 23.03.1937. Centre national d’art et de culture Georges Pompidou, Bibliothèque Kandinsky, Paris.

Klee 1937g
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Will Grohmann in Dresden, 10.08.1937. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1937h
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Ascona an Will Grohmann, 15.09.1937. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1937i
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Hermann und Margrit Rupf, 22.09.1937. Hermann und Margrit Rupf–Stiftung, Kunstmuseum Bern.

Klee 1937j
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Albert Bloch, 29.09.1937. Anna Bloch, LawrenceKansas.

Klee 1937k
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Ascona an Will Grohmann, 13.10.1937. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1938a
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Gertrud Grote, 17.05.1938. Zentrum Paul Klee, Bern.

Klee 1938b
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Will Grohmann, 29.06.1938. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1938c
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Gertrud Grote, 16.08.1938. Zentrum Paul Klee, Bern.

Klee 1938d
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Gertrud Grote, 31.08.1938. Zentrum Paul Klee, Bern.

Klee 1938e
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Curt Valentin, 25.09.1938. Museum of Modern Art Library, Curt Valentin Papers, New York.

Klee 1938f
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Gertrud Grote, 17.12.1938. Zentrum Paul Klee, Bern.

Klee 1939a
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Sonmatt an Felix Klee, 16.03.1939. Zentrum Paul Klee Bern, Nachlass der Familie Klee.

Klee 1939b
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Sonnmatt an Efrossina Klee, 21.04.1939. Zentrum Paul Klee, Bern, Nachlass der Familie Klee.

Klee 1939c
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Hermann und Margrit Rupf, 24.05.1939. Hermann und Margrit Rupf–Stiftung, Kunstmuseum Bern.

Klee 1939d
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Sonnmatt an Felix Klee, 08.06.1939. Zentrum Paul Klee, Bern.

Klee 1939e
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Faoug an Gertrud Grote, 05.09.1939. Zentrum Paul Klee, Bern.

Klee 1939f
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Faoug an Nina Kandinsky in [Paris], 20.09.1939. Zitiert in: Frey 2012.

Klee 1939g
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Gertrud Grote, 20.09.1939. Zentrum Paul Klee, Bern.

Klee 1939h
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Gertrud Grohmann in [Dresden], 28.11.1939. Stuttgart: Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1939i
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Bern an Will Grohmann in [Dresden], 28.11.1939. Stuttgart: Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1940a
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Gertrud Grote, 09.05.1940. Zentrum Paul Klee, Bern.

Klee 1940b
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Orselina an Hermann und Margrit Rupf in Bern, 21.05.1940. Hermann und Margrit Rupf–Stiftung, Kunstmuseum Bern.

Klee 1940c
Lily Klee, Brief von Lily Klee aus Orselina an Will Grohmann in [Dresden], 07.07.1940. Stuttgart: Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1940d
Lily Klee, Brief von Lily Klee an Johanees Itten, 18.10.1940. Zitiert nach: Frey 2012.

Klee/Klee 1935
Lily Klee und Paul Klee, Brief von Lily und Paul Klee an Will Grohmann, 02.12.1935. Archiv Will Grohmann, Staatsgalerie Stuttgart.

Klee 1935g
Paul Klee, Brief von Paul Klee an Daniel Herny Kahnweiler, 12.10.1935. Zitiert nach: Frey 2012.

Klee 1936s
Paul Klee, Brief von Paul Klee aus Tarasp an Lily Klee in Bern (II), 09.06.1936. Zitiert nach: Klee 1979.

Klee 1936t
Paul Klee, Brief von Paul Klee aus Tarasp an Lily Klee in Bern (I), 09.06.1936. Zitiert nach: Klee 1979.

Klee 1936u
Paul Klee, Brief von Paul Klee aus Tarasp an Lily Stumpf in Bern, 13.06.1936. Zitiert nach: Paul Klee. Briefe an die Familie, 1893-1940 Band 1 : 1893-1906, S. 1270-1271.

Klee 1936v
Paul Klee, Brief von Paul Klee aus Tarasp an Lily Klee in Bern, 28.06.1936. Zitiert nach: Klee 1979, S. 1275.

Klee 1936w
Paul Klee, Brief von Paul Klee aus Tarasp an Lily Klee in Bern, 28.06.1936. Zitiert nach: Klee 1979, S. 1275.

Klee 1936x
Paul Klee, Brief von Paul Klee aus Montana an Lily Klee in Bern, 20.08.1936. Zitiert nach: Klee 1979, S. 1276-1277.

Klee 1936y
Paul Klee, Brief von Paul Klee aus Monta an Lily Klee in Bern, 25.08.1936. zitiert nach: Klee 1979, S. 1277-1278.

Klee 1936z
Paul Klee, Brief von Paul Klee aus Montana an Lily Klee in Bern, 25.08.1936. Zitiert nach: Klee 1979, S. 1277-1278.

Klee 1937l
Paul Klee, Brief von Paul Klee aus Bern an Felix Klee in Ulm, 27.11.1937. Zitiert nach: Klee 1979, S. 1279.

Klee 1940e
Paul Klee, Brief von Paul Klee aus Locarno-Orselina an die Stadträtliche Einbürgerungskomission, 28.06.1940. zitiert nach Kehrli 1962.

Klee 1979a
Paul Klee, Briefe an die Familie, 1893-1940 Band 1 : 1893-1906, Köln: DuMont Buchverlag, 1979, Bd. 1.

Klee 1979b
Paul Klee, Briefe an die Familie, 1893-1940 Band 2 : 1907-1940, Köln: DuMont Buchverlag, 1979, Bd. 2.

Klee/Glaesemer 1979
Paul Klee und Jürgen Glaesemer, Paul Klee. Handzeichnungen III. 1937-1940, Bern: Kunstmuseum, 1979, Bd. Bd. 2-4.

Kraus 1915
Friedrich Kraus, »Die Psychoneurosen, zentrale und vasomotorisch-trophische Neurosen«, in: Lehrbuch der inneren Medizin, 14. durchges. &  Aufl., Jena: Fischer, 1915, Bd. 2, S. 442–497.

Kupper 1989
Wanda Kupper, Vorhaben. Aspekte zu einem Bild Paul Klees, Bern: Kunsthistorisches Insitut der Universität Bern, 1989.

La Roche 1957
Meta La Roche, »Die Schweiz, Jean Arp, Paul Klee und ein geheimer Polizeirapport«, in: St Galler Tagblatt, 119. Jg., Nr. 321, St Gallen, 1957.

Leven 1998
Karl-Heinz Leven, »Krankheiten-Historische Deutung versus retrospektive Diagnose«, in: Medizingeschichte : Aufgaben, Probleme, Perspektiven, hg. von Norbert Paul und Thomas Schlich, Frankfurt am Main [etc.]: Campus Verlag, 1998, S. 153–185.

Lewandowsky 1919
Max Heinrich Lewandowsky, Praktische Neurologie für Ärzte, hg. von R Hirschfeld, 3. Aufl. / hrsg. von R. Hirschfeld, Berlin: Julius Springer, 1919, Bd. 1.

Mann u. a. 2016
Thomas Mann u. a., Die Briefe der Manns: Ein Familienporträt, S. Fischer Verlag, 2016.

Minkowski 1964
Mieczyslaw Minkowski, »Fritz Lotmar (1878–1964) [Nachruf]«, in: Schweizer Archiv für Neurologie und Psychiatrie, 1964, H. 95, S. 320–327.

Mordasini 2008
Renate C. Mordasini, Geschichte der Central-Apotheke Volz, Bern, 2008.

Nägeli 1935
Oskar Nägeli, »Wenig bekannte Prodrome der progressiven diffusen Sklerodermie (Eruptive Teleangiektasie, herdförmige und diffuse Pigmentierungen, Urtikarielles Erytheme)«, in: Schweizerische medizinische Wochenschrift, 1935, H. 41, S. 982–984.

Nebel 1932
Antoine Nebel, Les cycles d’évolution des parasites du cancer humain, Neuchatel: Imprimeries réunies Borel & Seiler, 1932.

Nebel 1935
Otto Nebel, Brief von Otto Nebel aus Bern an Lily Klee in Bern, 20.11.1935. Privatbesitz, Schweiz.

Nebel 1998a
Otto Nebel, »Tagebuch vom 10.12.1936«, in: Berner Almanach. Literatur, hg. von Adrian Mettauer, Wolfgang Pross und Reto Sorg, Bern: Stämpfli, 1998, Bd. 2, S. 297–312, hier S. 306.

Nebel 1998b
Otto Nebel, »Tagebuch vom 11.5.1938«, in: Berner Almanach. Literatur, hg. von Adrian Mettauer, Wolfgang Pross und Reto Sorg, Bern: Stämpfli, 1998, Bd. 2, S. 297–312, hier S. 307–308.

Nebel 1998c
Otto Nebel, »Tagebuch vom 24.02.1940«, in: Berner Almanach. Literatur, hg. von Adrian Mettauer, Wolfgang Pross und Reto Sorg, Bern: Stämpfli, 1998, Bd. 2, S. 297–312, hier S. 311.

Okuda 1995
Osamu Okuda, »Reflektierender Blick auf Bern. Paul Klee und seine Heimatstadt«, in: Georges-Bloch-Jahrbuch des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Zürich, hg. von Helmut Brinker, Wolfgang Kersten und Christian Wohlgemuth, Zürich: Kunsthistorische Seminar der Universität Zürich, 1995, Bd. 2, S. 147–160.

Okuda 1997
Osamu Okuda, »Buchhaltung, Werkbezeichnung und Werkprozess«, in: Paul Klee - im Zeichen der Teilung : Die Geschichte zerschnittener Kunst Paul Klees 1883–1940; mit vollständiger Dokumentation; [Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 21. Januar bis 17. April 1995, Staatsgalerie Stuttgart, 29. April bis 23. Juli 1995, Ausstellungskatalog], hg. von Wolfgang Kersten, Stuttgart: Hatje, 1997, S. 374–397.

Okuda 2003
Osamu Okuda, »Versuch über Honoré Daumiers sichtbaren Einfluss auf Paul Klee«, in: Paul Klee 1933: [Ausstellung], Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, 8. Februar-4. Mai 2003; Kunstmuseum Bern, 4. Juni-17. August 2003; Schirn Kunsthalle Frankfurt, 18. September-30. November 2003 ... / Pamela Kort ; mit Aufsätzen von Pamela Kort ... [et al.] ; hrsg. von der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München: Helmut Friedel, hg. von Helmut Friedel u. a., Köln : München: W. König ; Städtische Galerie im Lenbachhaus, 2003, S. 228–241.

Okuda 2006
Osamu Okuda, »THE SIK HEART, 1939.382- THE MAN OF CONFUSION, 1939.350«, in: Klee and America, hg. von Josef Helfenstein, Jenny Anger und Neue Galerie New York, Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz, 2006.

Okuda 2014
Osamu Okuda, »‚als Entwurf zu werten, nicht in d. Handel geben‘ - Sondermittel für eine imaginierte Kunst für die Zukunft«, in: Paul Klee Sonderklasse unverkäuflich, hg. von Wolfgang Kersten, Osamu Okuda und Marie Kakinuma, Köln: Wienand, 2014, S. 509–511.

Okuda 2015
Osamu Okuda, »Mädchen stirbt und wird. Hinter der Glassfacade von Paul Klee, Teil 1«, in: ZWITSCHER-MASCHINE.ORG. Journal on Paul Klee / Zeitschrift für Internationale Klee-Studien, 2015, H. No. 1, Winter 2015/2016, S. 4–16.

Osterwold/Klee 1990
Tilman Osterwold und Paul Klee, Paul Klee: Spätwerk, Stuttgart: Hatje, 1990.

Osterwold/Klee/Zentrum Paul Klee 2005
Tilman Osterwold, Paul Klee und Zentrum Paul Klee, Paul Klee: kein Tag ohne Linie, Ostfildern: Hatje Cantz, 2005.

Paschoud 2013
Paschoud Jean-Maurice, »Politische Beeinflussung der schweizer Dermatologie vor und nach dem Zweiten Weltkrieg«, in: Dermatologie an der Schwelle zum neuen Jahrtausend : Aktueller Stand von Klinik und Forschung, hg. von A. Plettenberg, W. N. Meigel und I. Moll, Berlin-Heidelberg: Springer, 2013, S. 759–762.

Paul-Klee-Stiftung, Kunstmuseum Bern 1998
Paul-Klee-Stiftung, Kunstmuseum Bern (Hrsg.), Catalogue raisonné Paul Klee: Band 7, 1934-1938, Bern: Benteli, 1998.

Petitpierre 1942Petra Petitpierre, Brief von Petra Petitepierre aus [Murten] an Josef Albers, 20.04.1942. Yale University Library, zitiert nach: : Frey 2012.

Porter 1985
Roy Porter, »ThePatient’sView:  DoingMedicalHistoryFromBelow«, in: TheoryandSociety, 1985, Bd. 14, H. 2, S. 175–198.

Pschyrembel Klinisches Wörterbuch 2017
Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 267th updated edition, Berlin: De Gruyter, 2017.

R. A. Hobday 1997
R. A. Hobday, »Sunlight therapy and solar architecture«, in: Medical History, 1997, Bd. 42, H. 4, S. 455–472.

Radium-Kurhaus Victoria Orselina-Locarno (Inserat), c.a. 1926
Radium-Kurhaus Victoria Orselina-Locarno (Inserat), c.a. 1926, Bd. 6.

Renner 2000
Nico Renner, »Historische Schlösser und schlossartige Villen in der Schweiz: Ein Katalog«, in: Kunst + Architektur in der Schweiz = Art + architecture en Suisse = Arte + architettura in Svizzera, 2000, Bd. 51, S. 51–63.

Rewald 1989
Sabine Rewald, »Ein Gespräch mit Felix Klee«, in: Paul Klee : die Sammlung Berggruen im Metropolitan Museum of Art, New York, und im Musée National d’Art Moderne, Paris, Stuttgart: Gerd Hatje, 1989, S. 46.

Rezeptbücher der Apotheke Volz 1935
Rezeptbücher der Apotheke Volz, 1935.

Rollier 1917
Auguste Rollier, Die Sonnenbehandlung: ihre therapeutische und soziale Bedeutung, Bern: A. Francke, 1917.

Rupf 1936
Hermann Rupf, Brief von Hermann Rupf an Wassily und Nina Kandinsky, 09.12.1936. Centre national d’art et de culture Georges Pompidou, Bibliothèque Kandinsky, Paris.

Rupf 1937a
Hermann Rupf, Brief von Hermann Rupf an Wassily und Nina Kandinsky, 02.04.1937. Centre national d’art et de culture Georges Pompidou, Bibliothèque Kandinsky, Paris.

Rupf 1937b
Hermann Rupf, Brief von Hermann Rupf an Emil Friedrich, 04.06.1937. Hedwig Jetzler, Schaffhausen.

Rupf 1937c
Hermann Rupf, Brief von Hermann Rupf an Ernst Furmann, 04.06.1937. Zitiert nach Frey 2012.

Rupf 1939
Hermann Rupf, Brief von Hermann Rupf an Wassily und Nina Kandinsky, 08.05.1939. Centre national d’art et de culture Georges Pompidou, Bibliothèque Kandinsky, Paris.

von Schlosser 1935
Julius von Schlosser, »Stilgeschichte und Sprachgeschichte der bildenden Kunst. Ein Rückblick«, in: Sitzungsberichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Phil.-hist. Abt., München: Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1935, Bd. 1, S. 3–39.

Schorer 1908
Gerhard Schorer, Über refraktometrische Pepsinbestimmungen, Bern: Stämpfli, 1908.

Schorer 1931
Gerhard Schorer, Ueber die Einwirkung der Luftelektrizität auf gesunde und kranke Menschen und über Versuche künstlicher Ionisation der Luft, Basel, 1931.

Schorer 1936
Gerhard Schorer, Brief von Gerhard Schorer aus Bern an Paul Klee in Bern, 26.10.1936. Zentrum Paul Klee Bern, Schenkung Familie Klee.

Schuh 1995
Angela Schuh, Angewandte medizinische Klimatologie : Grundlagen und Praxis, Stuttgart: Sonntag, 1995.

Schuh 2004
Angela Schuh, Klima- und Thalassotherapie : Grundlagen und Praxis, Stuttgart: Hippokrates-Verlag, 2004.

Stäbchenform gefährlich 1948
Stäbchenform gefährlich, in: Der Spiegel, 1948, Bd. 8, S. 24.

Stüssi 2004
Daniel Stüssi, Die Sage „Ds Vreneli’s Gärtli“, gesprochen vom Glarner Sänger, Musikdarsteller und Sprecher Daniel Stüssi, YouTube, 2004.

Suter 2006
Hans Suter, Paul Klee und seine Krankheit : vom Schicksal geschlagen, vom Leiden gezeichnet - und dennoch!, Bern: Stämpfli, 2006.

Tavenrath 2000
Simone Tavenrath, So wundervoll sonnengebräunt : kleine Kulturgeschichte des Sonnenbadens, Marburg: Jonas, 2000.

Tolksdorf 2004
Stefan Tolksdorf, Der Klang der Dinge : Paul Klee - ein Leben, Basel: Herder, 2004.

Undritz 1934
Erik Undritz, »Hochgebirgskuren in Montana-Vermala (Wallis)«, in: Schweizerische medizinische Wochenschrift, 1934, Bd. 16, S. 381–393.

Vogelsang 1931
A. Vogelsang, »Zur ärztlichen Leitung der Bade- und Trinkkuren an Kurorten«, in: Schweizerische medzinische Wochenschrift, 1931, H. 20, S. 486–487.

Vouilloz Burnier/Barras 2004
Marie-France Vouilloz Burnier und Vincent Barras, De l’hospice au réseau santé : santé publique et systèmes hospitaliers valaisans, XIXe - XXe siècles, Sierre: Éditions Monographic, 2004.

Warnke 1977
Martin Warnke, Peter Paul Rubens : Leben und Werk, Köln: DuMont, 1977.

Weber 1936
Dr. J. Weber, »Das Heilbad in der Schweiz«, in: Neue Zürcher Zeitung, Nr. 964, Zürich, 1936, S. 4.

Welti 1940
Jakob Welti, »Aus dem Kunsthaus Zürich«, in: Neue Zürcher Zeitung, 1940, Bd. 468, H. Montagsausgabe, S. 2.

Werckmeister 1981
Otto Karl Werckmeister, Versuche über Paul Klee, Frankfurt a. M.: Syndikat Autoren- und Verl.-Gesellschaft, 1981.

Werckmeister 1985
Otto Karl Werckmeister, »Paul Klee in Exile«, in: Paul Klee in exile, 1933-1940: [Ausstellung], August 31-September 29, 1985, Himeij City Museum of Art; October 5-November 4, 1985, Miyagi Museum of Art; November 16-December 15, 1985, The Museum of Modern Art, Kamakura ...: [Katalog], hg. von Paul Klee u. a., S.l.: Fuji Television Gallery, 1985, S. 29–41.

Werckmeister 1989
Otto Karl Werckmeister, The making of Paul Klee’s career, 1914-1920, Chicago, London: The University of Chicago Press, 1989.

Werckmeister 1999
Otto Karl Werckmeister, »>>Ob ich je ein Pallas hervorbringe?!>>«, in: Paul Klee in der Maske des Mythos, hg. von Pamela Kort u. a., Köln: DuMont, 1999, S. 136–162.

Wyder 2003
Margrit Wyder, Kräuter, Kröpfe, Höhenkuren : die Alpen in der Medizin - die Medizin der Alpen : Texte aus zehn Jahrhunderten, Zürich: Neue Zürcher Zeitung, 2003.

Wyss 1995
Sabine Wyss, Radiologie in Bern 1896-1946, Bern, 1995.

Abkürzungen

  • JA Josef Albers
  • JuHA Josef und Hanni Albers 
  • CA Cuno Amiet 
  • RDB Richard Doetsch-Benziger 
  • LuJF Lyonel und Julia Feininger 
  • EF Emil Friedrich 
  • EF   Ernst Fuhrmann
  • EG   Eulein (Gertrud) Grohmann
  • WG Will Grohmann 
  • GG Gertrud Grote 
  • WH Walter Helbig 
  • JI Johannes Itten
  • WJ Waldemar Jollos
  • DHK Daniel-Henry Kahnweiler 
  • NK Nina Kandinsky
  • WK Wassily Kandinsky
  • WuNK Wassily und Nina Kandinsky 
  • HK Hans Kayser
  • FK Felix Klee
  • EK Efrossina Klee
  • LK Lily Klee
  • PK Paul Klee
  • PuLK Paul und Lily Klee
  • AK Alfred Kubin
  • LL Lucas Lichtenhan
  • MM Maria Marc
  • HN Hilde Nebel
  • ON Otto Nebel
  • OuHN Otto und Hilde Nebel
  • AN Ada Nolde
  • RP Rudolf Probst
  • HR Hermann Rupf
  • HuMR Hermann und Margrit Rupf 
  • GK Galka Scheyer
  • GS Gerhard Schorer
  • RT René Thiessing
  • CV Curt Valentin
  • WW Wilhelm Wartmann 

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